Mitglieder der Reservistenkameradschaft Achim geehrt

Sammeldose und Konzert für Gräberpflege

Ehrung im Ratssaal für Männer, die Kriegsgräber im sächsischen Zeithain gepflegt haben. Bernhard Gilster, Hans-Erich Stieghahn, Hermann Josef Erkens, Jan Poppen, Alfred Michaelis, Walter Wöbse, Johannes Schwarz, Jan Buthmann, Patrick Platte und Ole Gladasch bekamen vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge jeweils eine Urkunde und ein Buch überreicht. Für Gilster, Michaelis und Schwarz, die schon lange und in besonderer Weise für die gute Sache im Einsatz sind, gab es zusätzlich sogenannte Anerkennungsmünzen.
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Ehrung im Ratssaal für Männer, die Kriegsgräber im sächsischen Zeithain gepflegt haben. Bernhard Gilster, Hans-Erich Stieghahn, Hermann Josef Erkens, Jan Poppen, Alfred Michaelis, Walter Wöbse, Johannes Schwarz, Jan Buthmann, Patrick Platte und Ole Gladasch bekamen vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge jeweils eine Urkunde und ein Buch überreicht. Für Gilster, Michaelis und Schwarz, die schon lange und in besonderer Weise für die gute Sache im Einsatz sind, gab es zusätzlich sogenannte Anerkennungsmünzen.

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge kümmert sich um die letzten Ruhestätten von Gefallenen, egal welcher Nationalität. Auch Mitglieder der Reservistenkameradschaft Achim waren jetzt wieder auf Friedhöfen und Gedenkstätten im Pflegeeinsatz.

Achim – „Das Treffen einmal im Jahr hier im Ratssaal ist eine schöne Tradition“, sagte Bürgermeister Rainer Ditzfeld mit Blick in die Runde. Dort hieß er am Donnerstag Mitglieder des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge, von Reservistenkameradschaften (RK) und vom Traditionsverband Steuben-Kaserne Achim willkommen. Das Stadtoberhaupt würdigte das ehrenamtliche Engagement der Männer, überwiegend ehemalige oder noch aktive Soldaten.

Wie schon seit Jahren hätten auch vor knapp zwei Wochen wieder Aktive der RK Achim auf dem Wochenmarkt um Spenden für die Kriegsgräberfürsorge gebeten und seien mit „gut gefüllten Sammeldosen“ belohnt worden, erläuterte Ditzfeld. Zudem habe der Ausschank von Erbsensuppe Geld für den oben genannten Zweck eingebracht.

Volksbund-Kreisgeschäftsführer Gerd Depke dankte den im Saal Versammelten auch im Namen des Landrats für ihren Einsatz. Damit schloss er ein vom Traditionsverband Steuben-Kaserne veranstaltetes Musikereignis ein, das Jahr für Jahr zahlreiche Besucherinnen und Besucher anlockt und sich für die Kriegsgräberfürsorge kräftig auszahlt. Gemeint ist das beliebte, vom Achimer Kreisblatt präsentierte Konzert des Heeresmusikkorps Hannover, das im Oktober zum 25. Mal in der Aula des Cato-Bontjes-van-Beek-Gymnasiums über die Bühne ging.

„Das war all die Jahre mit mehr als 500 Besuchern immer ausverkauft. Wegen Corona durfte nun beim Jubiläumskonzert aber nur die Hälfte rein“, berichtete Andreas Bachmann, stellvertretender Vorsitzender des Traditionsverbands, und überreichte trotzdem die stattliche Summe von 2 500 Euro als Reinerlös von dem Benefizkonzert an Jan Effinger, Geschäftsführer des Volksbunds-Bezirksverbands Lüneburg / Stade.

„Es ist schon etwas Besonderes, was in Achim gemacht wird“, lobte der Funktionsträger. Die Einnahmen aus dem Konzert und der Sammlung ermöglichten überhaupt erst die Gräberpflege. Die hoheitliche Aufgabe sei Anfang der 50er-Jahre vom Staat auf den Volksbund übertragen worden, erklärte Effinger. „Es ist Arbeit für den Frieden, die Sie leisten“, bescheinigte er den freiwilligen Kräften vor und neben ihm.

Nach Effinger ergriff Rainer Grygiel, Beauftragter für die Zusammenarbeit mit der Bundeswehr und den Reservisten in Niedersachsen und Bremen, im Ratssaal das Wort. Fünf Männer von der RK Achim und zwei von der RK Fallingbostel / Walsrode hätten im August zwei Wochen lang Kriegsgräber in der Gemeinde Zeithain in Sachsen auf Vordermann gebracht, Soldaten aus der Kaserne in Rotenburg hätten sie tatkräftig unterstützt. Der Arbeitstrupp habe „in einer Art Dorfgemeinschaftshaus übernachtet, was der Landkreis Meißen bezahlt hat“, so Grygiel und unterlegte seinen Bericht mit an die Wand geworfenen Bildern von dem Einsatz auf Begräbnisstätten nahe der Elbe. „Wir haben uns um ein Sammelgrab für 51 Gefallene gekümmert, dafür Mutterboden angeliefert, alles frisch bepflanzt und Rasen eingesät“, schilderte Hermann Josef Erkens, der vor Ort mit tätig war. Nun informiere auch eine frisch errichtete Gedenkstele über das Schicksal der Kriegsopfer aus verschiedenen Nationen.

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