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Schützenvereine in Achim blicken positiv in die Zukunft

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Von: Marvin Wennhold

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Die Vereine in der Region sind gut durch die Krise gekommen. Auch junge Leute, wie hier in Achim, zeigen Interesse an dem traditionsreichen Sport und sorgen für stabile Mitgliederzahlen.
Die Vereine in der Region sind gut durch die Krise gekommen. Auch junge Leute, wie hier in Achim, zeigen Interesse an dem traditionsreichen Sport und sorgen für stabile Mitgliederzahlen. © PRIVAT

Achim – Die Corona-Pandemie hat das Vereinsleben in den vergangenen zwei Jahren stark eingeschränkt. Besonders Indoor-Aktivitäten waren von den Maßnahmen betroffen und größtenteils untersagt – das hat sich auch in den Terminplänen der Schützenvereine in der Region Achim bemerkbar gemacht. Doch in diesem Jahr gibt es wieder neue Hoffnung bei den Verantwortlichen.

„Wir blicken voller Zuversicht auf die kommenden Monate“, sagt Ulf Zwilling, zweiter Vorsitzender des Badener Schützenvereins. Er und seine Kollegen hoffen darauf, dass die Feierlichkeiten wieder stattfinden können – diese werden dann laut Plan in Baden etwas größer ausfallen: „Dieses Jahr werden wir als Schützenverein Baden 100 Jahre alt. Das Jubiläum wollen wir natürlich feiern“, sagt Zwilling.

Dafür sei extra eine Halle in Achim angemietet worden. Auch schon erste Tickets seien vorab verkauft worden. „Wir haben uns sehr gefreut, dass auch Nichtvereinsmitglieder Karten gekauft haben und generell an der geplanten Veranstaltung Interesse zeigen.“ An vier Tagen solle dann sozusagen in den Mai getanzt werden – mit Comedy, Kinderfest und Co., vor dem eigentlichen Schützenfest im Juli. „Wir wollen, soweit die Coronalage es zulässt, möglichst doppelt feiern in diesem Jahr – am besten ohne Maske auf der Tanzfläche. Je nachdem, was eben möglich ist“, sagt der zweite Vorsitzende.

Beim Vereinsnachbarn in Achim gehen die Schützen ähnlich positiv in die Saison: „Die Stimmung im Verein ist trotz der aktuellen Lage gut“, sagt der Vorsitzende des Vereins, Robert Bonin. Demnach laufe der Betrieb, und auch die Entwicklung bei den Mitgliedern sei positiv: „Es kommen trotz der Umstände immer wieder neue Leute in den Verein. Wir haben auch viele junge Mitglieder, die sich mit dem traditionsreichen Sport identifizieren.“ Zwar gebe es auch immer mal wieder Abgänge – doch das gleiche sich aus.

„Aktuell haben wir rund 280 Mitglieder in unserem Verein. Wir bieten hier ein breites Spektrum an. Zum Beispiel haben wir auch eine Dartabteilung integriert und besitzen zudem die größten Räumlichkeiten im Achimer Raum“, sagt Bonin. Das sei auch der Grund gewesen, warum der Betrieb größtenteils weiterlaufen konnte. „Wir haben in unseren großen Räumen Trennwände installiert und konnten so die Abstände einhalten und deshalb weitermachen.“

In diesem Jahr stünde vor allem der Umbau beziehungsweise eine Modernisierung des Schießstandes im Fokus. „Es wird alles umgebaut und funktioniert dann vollkommen elektronisch.“ Das koste viele tausend Euro. Damit der Umbau überhaupt realisiert werden konnte, habe laut Bonin auch die Stadt Achim das Projekt mit Fördergeldern unterstützt. „Wir wollen den Umbau möglichst in diesem Jahr abschließen – am besten noch vor dem Schützenfest, welches möglichst in diesem Jahr wieder in vollem Umfang stattfinden soll.“ Danach sei auch ein Tag der offenen Tür geplant, um die Neuerungen zu zeigen.

Beim Schützenverein Embsen fliegen auch erst seit ein paar Wochen wieder die Kugeln auf die Scheibe – doch neben dem Sport seien die Mitglieder vor allem froh, sich untereinander wieder austauschen zu können, weiß die erste Vorsitzende Marlies Kinner.

„Viele freuen sich, dass sie wieder rauskommen können, um mit den anderen Mitgliedern zu klönen. Bei uns wird Geselligkeit großgeschrieben“, sagt Kinner. Viele hätten sich regelmäßig über die Situation informiert und seien nun erleichtert, dass es weiter ginge. „Seit zwei Wochen in Folge schießen wir jetzt wieder bei uns.“ Auch Kinner möchte in diesem Jahr gerne wieder das ein oder andere Fest feiern, „doch wir müssen eben abwarten, was passiert. Groß im Voraus planen geht einfach nicht.“

So ähnlich sieht das auch Schützen-Kollege und erster Vorsitzender des Schützenvereins Bierden, Jürgen Früchtenicht. „Wir haben bald unsere Jahreshauptversammlung. Dann überlegen wir, ob wir ein Schützenfest umsetzen wollen und können.“

Der regelmäßige Betrieb laufe jedenfalls wieder fast normal ab – ohne große Einschränkungen. „Nur die Wettkämpfe werden weiterhin als Fernwettkämpfe ausgetragen. Das heißt, wir schießen jeweils in unseren eigenen Anlagen und vergleichen dann die Ergebnisse“, sagt Früchtenicht.

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