Rund 300 Pakete bei Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ in Uphusen / Erstmals alle Grundschulklassen dabei

Memory-Spiel als Botschaft der Hoffnung

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Alle neun Klassen der Grundschule Uphusen trugen etwas zur Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ bei.

Uphusen - Pakete für Kinder, die in Armut leben, packten jetzt fleißig rund 180 Schüler der Grundschule Uphusen. Damit motivierte die Bildungseinrichtung erstmals alle neun Klassen für die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“. Zum 20-jährigen Bestehen der Aktion gestaltete die Schule 52 bunte Pakete mit diversen Geschenken – von Kleidung über Hygieneartikel bis hin zum Kuscheltier.

„Wir haben vorher im Unterricht über das Thema gesprochen. Viele Kinder waren erschüttert, zu sehen, wie schlecht es ihre Altersgenossen in manchen Ländern haben“, sagt Lehrerin Carmen Springer. Bereits zum zweiten Mal beteiligte sich die Schule an der Aktion, die in Uphusen von Daniela Fimm und Ulrike Stackelies koordiniert wird.

Das Prinzip: Kinder gestalten für andere (meist gleichaltrige) Kinder „Geschenke der Hoffnung“ – so auch der Name der weltweit agierenden Organisation. Wegen der geographischen Nähe gehen die Spenden von Achim aus meist nach Moldawien, Weißrussland oder in die Ukraine.

Daniela Fimm, die die Geschenkaktion bereits seit acht Jahren betreut, findet Jahr für Jahr neue Spendewillige. Darunter auch Uphuser Unternehmen, die Sachspenden zur Verfügung stellen. Aber mehr Spenden bedeuten auch mehr Arbeit: Einen Wust von 300 Kartons hatten die fünf ehrenamtlichen Frauen diesmal zu „bändigen“. Das heißt, den Löwenanteil von 170 Schuhkartons bestückten sie selbst mit den Sachspenden.

Darüber hinaus müssen die eingereichten Pakete nach Geschlecht und Altersgruppen (2 bis 4, 5 bis 9 und 10 bis 14 Jahre) sortiert und deren Inhalt überprüft werden. Tabu seien etwa Kekse oder Schokolade mit Nüssen, falls die Beschenkten unter Unverträglichkeiten oder Allergien litten.

Bei der Gestaltung der Pakete haben die Kinder jedoch freie Hand: „Die Kinder haben gebastelt, Briefe geschrieben oder Bilder gemalt. Auch persönliche Worte wurden geschrieben und es gab Gruppentische, die ihren Karton mit einem Foto verziert haben“, erzählt die Uphuser Koordinatorin. Fimm ging durch die Klassen, um die Pakete selbst von den Kindern entgegenzunehmen. „Sie durften mir ihre Kartons und Geschenke vorstellen. Das ist immer sehr wichtig und aufregend für die Kinder, eine Wertschätzung ihrer Hilfsbereitschaft zu erfahren“, erzählt Fimm.

Ein besonders kreatives Geschenk kam übrigens diesmal vom Kindergarten Uphusen. Die 145 Kinder packten in den einzelnen Gruppen 25 Schuhkartons. „Eine Kindergruppe hat mit ihren Erzieherinnen ein Memory-Spiel selbst gebastelt und eine Karte mit Foto in den Schuhkarton gelegt. Dort ist zu sehen, wie sie in Drucktechnik eigens das Memory hergestellt haben“, berichtet Daniela Fimm voller Begeisterung.

ldu

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