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Rotoren sollen sich im Achimer Bruch drehen

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Von: Michael Mix

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Insgesamt 78 Hektar sind entlang der A 27 für Windkraftanlagen geplant. skizze: landkreis
Insgesamt 78 Hektar sind entlang der A 27 für Windkraftanlagen geplant. skizze: landkreis © -

Achim – Die bisherigen drei Vorranggebiete für Windkraft im Achimer Stadtgebiet, nämlich die in Borstel, Embsen und Bollen, will der Landkreis Verden um ein viertes Areal im Achimer Bruch ergänzen. Das sehe die zweite Änderung des Regionalen Raumordnungsprogramms (RROP) 2016 vor, informierten Volker Lück, Leiter des Fachbereichs Abfall, Bauen und Umwelt im Kreishaus, sowie Regionalplanerin Karin Vesper am Dienstag in der Sitzung des Ratsausschusses für Wirtschaft, Stadtentwicklung und Klimaschutz.

Das ins Auge gefasste vierte Vorranggebiet mit einer Fläche von 78 Hektar liege nördlich und südlich der Autobahn 27. Es kollidiere nicht mit dem geplanten neuen Gewerbegebiet Achim-West, das liege weiter westlich, erklärte Vesper auf Nachfrage von Sebastian Dahlweg (AfD).

Werner Wippler (SPD) bat um Auskunft zur Größe der möglichen Anlagen im Achimer Bruch. Es bleibe dem Investor überlassen, wie er den zur Verfügung stehenden Platz nutze, antwortete Lück. Es sei also offen, ob die Masten und Rotoren auf beiden Seiten der A 27 zum Beispiel 200 oder 240 Meter in den Himmel ragten.

Karl-Heinz Lichter (CDU) bezweifelte, dass die dort geplanten Anlagen den vorgeschriebenen Mindestabstand zur Wohnbebaung einhalten. „Ich sehe Probleme mit den Anwohnern in Achim auf uns zukommen.“

Die Höhe der von den Anlagen ausgehenden Immissionen für die Anlieger werde in einem Schallgutachten im Zuge des Genehmigungsverfahrens für die Windkraftanlagen geprüft, sagte Volker Lück. „Dann wird auch über den zulässigen Schattenwurf entschieden“, merkte Karin Vesper auf eine entsprechende Frage von Christine Vornholt (Grüne) an.

Der Stadtentwicklungsausschuss will in seiner nächsten Sitzung am 29. März abschließend über das Thema beraten. Der Entwurf für das geänderte RROP in Sachen „Windkraft, Natur und Landschaft“ liegt laut Landkreis-Mitarbeiterin Vesper bis zum 25. März öffentlich im Kreishaus und im Rathaus aus. Einwendungen dagegen und überhaupt Stellungnahmen dazu seien noch bis zum 8. April möglich.

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