Uwe Roll bleibt Vorsitzender

Jahrestreffen der Achimer Angler: Extra-Aufzuchtbecken für bedrohte Arten

Dem großen Achimer Anglerverein halten viele Mitglieder über mehrere Jahrzehnte die Treue. Der Vorsitzende Uwe Roll (links) ehrte jetzt die Jubilare auf der Jahreshauptversammlung im Saal des Bierdener Vereinslokals „Zur Linde“/Meyer. Foto: i. Schmidt
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Dem großen Achimer Anglerverein halten viele Mitglieder über mehrere Jahrzehnte die Treue. Der Vorsitzende Uwe Roll (links) ehrte jetzt die Jubilare auf der Jahreshauptversammlung im Saal des Bierdener Vereinslokals „Zur Linde“/Meyer. Foto:

Achim - Auch um den Erhalt bedrohter Fisch- und Edelkrebsarten kümmert sich der Achimer Anglerverein: Er betreibt zu diesem Zweck in Pachtgemeinschaft zwei Aufzuchtteiche im Stellenfelder „Angelpark Birkengrund“.

Die herangezüchteten Exemplare werden dann zum Wiederbesatz freigegeben.

Rund 100.000 Smolts - Junglachse - wurden außerdem bisher in Kooperation mit der Firma Statkraft ausgesetzt. Mike Thalmann als Vertreter dieses Unternehmens bedankte sich jetzt auf der Angler-Jahresversammlung für die gute Zusammenarbeit.

Zunächst aber hatte der Vereinsvorsitzende Uwe Roll alle Versammelten begrüßt. Bürgermeister Rainer Ditzfeld, der seinen Teil bei der einvernehmlichen Lösung zum Befahren der Achimer Marsch durch die Angler beigetragen hatte, richtete ebenfalls Grußworte an die Vereinsmitglieder.

Uwe Roll beglückwünschte außerdem den Achimer FDP-Bundestagsabgeordneten Dr. Gero Hocker, der zum Präsidenten des Deutschen Fischereiverbandes (DFV) gewählt wurde.

Die Mitgliederzahl des Anglervereins liegt weiterhin bei etwa 1500 und blieb damit stabil. Der Vorsitzende bedankte sich für das Engagement in diesem Verein und gab dann einen Rückblick über die Aktivitäten in 2018. Insbesondere nahm er noch einmal Stellung zum Thema Befahrerlaubnis der Achimer Marsch. Der Landkreis Verden hatte alle Parteien inklusive der Polizei eingeladen, um am runden Tisch eine Lösung zu finden. Die Angler haben nun wie berichtet die Erlaubnis erhalten, die Achimer Marsch zur Ausübung der Fischerei mit gültiger Plakette zu befahren und auf den neu ausgewiesenen Parkflächen zu parken.

Verstöße werden laut Uwe Roll hart bestraft. Der Vorstand werde sich zudem der Sorgen der Anlieger annehmen, um das Verhältnis weiter zu verbessern.

Durch eine Schenkung von Mitgliedsanteilen am Realverband kann der Verein sich künftig zudem künftig stärker mit einbringen, wenn es um die Belange in der Bierdener Marsch geht.

Weitere Themen des Jahrestreffens waren die neue Datenschutzverordnung, deren Umsetzung allen Vereinen große Probleme bereitet, und der neue Pachtvertrag „Weser IV“, der auf weitere 20 Jahre festgeschrieben wurde. Hier galt der hervorragenden Zusammenarbeit mit dem Verpächter und den Mitpächtern besonderes Lob..

Der Fischereischutzbeauftragte berichtete von etwa 500 Kontrollen im vorigen Jahr. Dabei wurden vier Fälle von Fischwilderei zur Anzeige gebracht. Sehr erfreulich sei dagegen, dass die kleineren Vergehen um 95 Prozent zurückgingen.

Bernd Stöver gab bekannt, dass der nächste Fischereilehrgang bereits am 9. Februar beginnt.

Bei den anstehenden Wahlen wurden Uwe Roll als 1. Vorsitzender und Jens Redecker als Schriftführer im geschäftsführenden Vorstand wiedergewählt. Die weiteren Ergebnisse: 1. Hegewart Jochen Jobski, 2. Hegewart Ulrich Spiedt (kommissarisch für ein Jahr), Fischereischutz-Obmann Frank Matschuk, Arbeitsdienstleiter Lutz Wittrock, Pressewart Heiko Wassmann.

Wie in jedem Jahr spielte der Besatz wieder eine bedeutende Rolle. Zahlreiche Aale sowie Zander, Hechte, Karpfen und Schleie wurden freigesetzt. Die Aufteilung nach Arten orientiert sich jeweils an der Fangstatistik, die von den Mitgliedern des Vereins erhoben und ausgewertet wird. Fischspezies, die sich stark vermehrt haben, werden dann weniger stark neu besetzt.

Lange galt der Aalbestand auch aufgrund des Schiffsverkehrs als besonders gefährdet. Das Einrichten leicht passierbarer „Fischtreppen“ in Fließgewässern habe jedoch mit dazu beigetragen, dass es heute besser aussieht, war von Schriftführer Redecker zu erfahren.

Zur Erfassung des aktuellen Bestands laufe auch ein Fisch-„Monitoring“ am Intscheder Wehr samt regelmäßiger Auswertung der Ergebnisse.  

red/la

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