DRK, Feuerwehr und Kreis

Rettungszentrale „gerichtet“

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Sie hieven den Richtkranz in der Fahrzeughalle hoch zu Fred Wahlers und Michael Elsner, die dann nach alter Sitte in der Höhe den Richtspruch bieten werden.

Achim - Es ist seit Freitag gerichtet, das neue Rettungszentrum Nord ganz in der Nähe der Autobahnanschlussstelle Achim-Nord und der Achimer Feuerwehr. Im Frühsommer werden die Rettungs- und Katastrophenschutzkräfte von hier ausrücken zu Notfällen, Unglücken und Unfällen im Nordkreis inklusive der Autobahnen.

Eine wechselvolle Geschichte ist dem vorausgegangen, nachdem der Kreis 2009 das 10.509 Quadratmeter große Grundstück gekauft hatte. Das Straßenbauamt hatte das Areal verlassen, und die Chance tat sich auf, den Rettungsdienst mit den Krankenwagen hier statt am Achimer Krankenhaus zu platzieren. 

Das Bürogebäude der alten Straßenmeisterei wurde so zur Rettungswache umgebaut, das Wohnhaus der Straßenmeisterei zur Kleiderkammer umfunktioniert und eine neue Fahrzeughalle gebaut. Doch schon bei der Einweihung der neuen Fahrzeughalle 2010 zeigte sich, dass die Krankenwagenfahrer damit ganz und gar nicht einverstanden waren. Während Ehrengäste in der Fahrzeughalle feierten, saßen Rettungssanitäter abseits und aßen Pizza.

Ihr Unmut war begründet, denn die Räumlichkeiten in der alten Straßenmeisterei waren nicht nur alt und beengt, sondern boten in der Nähe der Autobahn, ihrer Auffahrten und der Straße nach Oyten auch keinerlei Lärmschutz, Erholungs- und Schlafmöglichkeiten in dem strapaziösen Schichtdienst. 

Neubau als Lösung

Nach langen Debatten auch über Sanierung und Umbau entschloss sich der Kreis zum jetzt der Vollendung entgegengehenden Neubau mit einem Sozialgebäude auf dem von der Landesstraße entferntesten Punkt mit 535 Quadratmetern auf zwei Geschossen, einem Unterrichtsraum von 90 Quadratmetern und einer zur Straße orientierten Fahrzeughalle mit 593 Quadratmetern und 1991 Kubikmetern. Zehn Einsatzfahrzeuge finden hier nebst einer Waschhalle Platz.

Das neue Personalgebäude ist geplant für einen Drei-Schicht.Betrieb mit einer Stärke von 24 Rettungskräften pro Tagesschicht. Der Umkleidebereich ist für 42 Kräfte ausgelegt.

Landrat Peter Bohlmann zeigte sich gestern erfreut darüber, dass mit schon ausgegebenen 1,4 Millionen für die existierende Fahrzeughalle und 2,4 Millionen Euro für die Neubauten der Kostenrahmen und bis auf vier Wochen auch die Termine eingehalten werden. Im April/Mai wird das jetzige kritisierte Rettungswachengebäude abgerissen und Raum schaffen für einige der 45 Parkplätze auf dem Gelände.

Landrat, Stadtbrandmeister Olaf Dykau und DRK-Kreisvorsitzender Jörg Bergmann freuten sich gestern, dass DRK, Feuerwehr und Kreis hier beim Rettungsdienst, Katastrophenschutz inklusive Gefahrgutzug Hand in Hand an zentraler Stelle zusammenarbeiteten.

mb

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