Viel Eigenleistung und Pastor als Bauleiter

Reset Church: Neubaustart ist jetzt in Sicht

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Gar nicht wie eine Kirche, sondern eher wie ein Bürgerzentrum und offener Treffpunkt wirkt der große Neubau in der vom Achimer Architekturbüro Gruppe GME entwickelten Konzeptskizze.

Uesen – „Seit Kurzem rollen die Bagger für den Bau, der rund zwei Millionen Euro kosten und größtenteils in freiwilliger Eigenleistung entstehen soll“. So stand es am 28. November 2017 in dieser Zeitung. Ein Baufahrzeug mit Baggerschaufel steht noch immer auf dem Gelände für eine neue Kirche mit Gemeindezentrum, doch sonst hat sich dort seitdem nicht viel getan.

In diesem Sommer aber soll es losgehen mit dem Rohbau und vorher den Vergabegesprächen, teilte jetzt Pastor Benjamin Sawadsky von der freikirchlichen Achimer Reset-Church-Gemeinde auf Nachfrage mit. Dass sich alles langsamer als erwartet entwickelt, liegt neben dem vorgesehenen hohen Eigenleistungsanteil auch an der Eigenfinanzierung. Da die Gemeinde nicht die Mittel habe, noch extra einen Architekten als Bauleiter zu engagieren, übernahm zudem der 35-jährige Pastor diese Aufgabe selber – neben seinem Hauptberuf, wie er betont.

Das Konzept für den Gebäudekomplex entwickelte das Achimer Architekturbüro Gruppe GME. Auch das Baugenehmigungsverfahren habe sich länger als gedacht hingezogen, berichtete der dort für das Projekt zuständige Architekt Henrik Plumeyer.

Pastor Sawatsky weist darauf hin, dass es in seiner Gemeinde etliche erfahrene Handwerker gebe und sich tatsächlich viele Ehrenamtliche mit einbringen wollen. Insgesamt entwickele sich das Vorhaben somit gut, und es sei besser, alles etwas langsamer, aber dafür vernünftig geplant anzugehen.

Auf dem 14.000-Quadratmeter-Grundstück an der Steubenallee bewegte sich lange Zeit nicht viel. Im Sommer sollen die Arbeiten richtig starten.

Die Eckwerte des kirchlichen Projekts auf dem etwa 14.000 Quadratmeter umfassenden, früher zum Uesener Bundeswehrstandort gehörenden Gelände, bleiben unverändert: Neben einem großen Kirchensaal für 360 Gäste sind Räume für die Freizeitgestaltung von Jugendlichen, für die Betreuung von Kindern, ein Café, sowie Büroräume für die Verwaltung vorgesehen. Das Gebäude entsteht direkt am Zufahrtsbereich zum neuen SteubenWohnquartier. Die Reset Church plant, es auch Bürgerinnen und Bürgern, die nicht dieser freien Christengemeinde angehören, für kulturelle Veranstaltungen und Feiern zu öffnen.

In ihrem jetzigen Zentrum, einem früheren Bauernhaus an der Brückenstraße 19a in Uesen, wird es dieser Gemeinde schon seit Längerem zu eng. Es müssten oft zwei Gottesdienste nacheinander veranstaltet werden, weil der vorhandene Raum die häufig weit über 200 Besucher nicht annähernd auf einmal aufnehmen könne, erläutert Benjamin Sawadsky. Nicht nur aus Achim und Langwedel, sondern auch aus Verden, anderen Orten des Landkreises und dem Bremer Osten strömen Gläubige in diese Uesener Kirche, in deren Mitgliederlisten knapp 200 Namen stehen.

Zu den Gottesdiensten kommen auch weitere Interessierte, und am wichtigsten sei ohnehin, dass alle mit dem Herzen dabei sind, betont der Pastor.

Zu einem ziemlich prominenten Besucher habe er inzwischen auch persönlich einen „guten Draht“ entwickelt, berichtet Benjamin Sawadsky. Wynton Rufer, einstiger Stürmerstar von Werder Bremen aus Neuseeland, besuche gern die Uesener freikirchlichen Gottesdienste, wenn er mal wieder in Deutschland – und dann eben meistens in Bremen – sei. Ins neue Gemeindezentrum wird er bestimmt noch viel lieber kommen. 

la

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