Reset Church macht einen Rückzieher

Flüchtlingsunterkunft kommt noch zu früh

Achim - Die Reset Church in Achim, die aus Uesen- Ortsmitte in einen Neubau an der Steuben-Allee in der Stadtwaldsiedlung ziehen will und auf dem freien Gelände dort auch eine Unterkunft und Betreuung für Flüchtlinge anbieten wollte, macht nun einen Rückzieher.

In einer neuen Presseerklärung heißt es: „Als Kirche haben wir uns in den letzten Wochen sehr intensiv mit der Anfrage des Landkreises Verden beschäftigt, eine mobile Wohnanlage für Flüchtlinge auf dem von uns erworbenen Grundstück Ecke Steuben-Allee / Alte Finien errichten zu lassen. Unter Berücksichtigung aller Faktoren und nach vielen Gesprächsrunden – auch und vor allem mit den ehrenamtlichen Mitarbeitern und Mitgliedern unserer Kirche – haben wir als Vorstand entschieden, dieses Vorhaben zunächst nicht umzusetzen. Für den derzeitigen Entwicklungsstand unserer Kirche erscheint uns der Zeitpunkt für solch ein verantwortungsvolles Projekt etwas zu früh.“

Ein wichtiger Faktor sei zum Beispiel, dass sie heute nicht genau sagen könnten, wann das neue Gemeindezentrum, das sie vor allen Dingen in Eigenleistung errichten werden, fertiggestellt sein werde. „Solange wir aber nicht vor Ort sind, können wir unserem eigenen Anspruch, nämlich die schutzsuchenden Menschen beim Ankommen und Einleben auf unserem Grundstück bestmöglich zu begleiten, nicht gerecht werden.“

Die Kirche hält es für sinnvoll, dass sie zunächst das eigene Bauprojekt und den Umzug an die Steuben-Alle abschließt, um dann nochmals Möglichkeiten und Wege zu prüfen, inwiefern sie sich mit sozialem Engagement in der Stadt einbringen kann, denn dazu sage man grundsätzlich „Ja“.

„Im Rahmen unserer Möglichkeiten möchten wir aber schon jetzt die Willkommenskultur für Flüchtlinge in Achim fördern und mitgestalten – unabhängig von den Standorten der Unterkünfte“, heißt es in der Erklärung des Vorstands, die von Pastor Benjamin Sawadsky übermittelt wird.

Rubriklistenbild: © dpa

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