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Renovierung, Sanierung und Umbau für Ganztag an der Grundschule Baden

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Von: Lisa Duncan

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Pflastersteine für den Schulhof: Ein Mitarbeiter von Brema Bau schafft das Material heran, links der Neubau für Likedeeler- und Janusz-Korczak-Schule.
Pflastersteine für den Schulhof: Ein Mitarbeiter von Brema Bau schafft das Material heran, links der Neubau für Likedeeler- und Janusz-Korczak-Schule. © Duncan

Baden – Es sind Schulferien, da ruht auch an der Grundschule Baden der Unterricht. Und der Flachbau für die Schüler der Janusz-Korczak- und Likedeeler-Schule ist längst fertiggestellt. Doch auf dem Schulhof und in den Klassenräumen tut sich gerade einiges. „Wir sanieren, renovieren, bauen um“, sagt Steffen Zorn, Fachbereichsleiter für Bauen und Stadtentwicklung im Achimer Rathaus.

Hintergrund der regen Bautätigkeit: Die Grundschule Baden soll auf die Fünfzügigkeit vorbereitet werden. Die Stadtverwaltung wisse aufgrund der Auswertung der Kita-Belegungen, dass die Grundschule bald fünfzügig werden könnte, so Zorn. Auch die ab 2026 geltende, gesetzliche Verpflichtung für Kommunen, Ganztagsschulen vorzuhalten, spielt Zorn zufolge eine Rolle.

Konkret wird im ersten Obergeschoss die Sanierung von drei allgemeinen Unterrichtsräumen abgeschlossen, die Aufzugsanlage demontiert und für eine Neuinstallation vorbereitet. Auf dem Außengelände werden Feuerwehrzufahrt und Schulhoffläche erneuert und außerdem eine Grundstückszufahrt hergestellt.

Die Stadt hat 100 000 Euro für die Pflasterarbeiten auf dem Schulhof investiert, der durch Zukauf eines angrenzenden Privatgrundstücks erweitert werden soll. Denn durch den 2021 entstandenen Flachbau fehle den Schülern von Grundschule, Likedeeler-Schule und Janusz-Korczak-Schule bisher genutzte Spielfläche. „Das sind quasi die Nachwehen vom Neubau“, erklärt Zorn. Fertig ist bereits die neue Zufahrt zum Wohnhaus, das an den zukünftigen Pausenhof angrenzen wird. Weitere Investitionen stehen Zorn zufolge 2023 für die Erneuerung von Spielgeräten an, damit es auch für Schulkinder wieder interessante Bewegungsangebote gibt. Denn mit der Fertigstellung der Lebenshilfe-Kita Baden ziehen die Kindergartenkinder wieder aus den Schulräumen aus.

Bald werden die Hort- und Kitaräume wieder Klassenräume. Raphael Köke von Elektro Wöltjen bei der Arbeit.
Bald werden die Hort- und Kitaräume wieder Klassenräume. Raphael Köke von Elektro Wöltjen bei der Arbeit. © -

Diese Veränderung spiegelt sich nach und nach auch in den ursprünglichen Klassenräumen des Altbaus wieder, in denen zwischenzeitlich Gruppen aus Hort und Kita untergebracht waren. „Diese verschiedenen Nutzungen wollen wir nun wieder auf die reine Schulnutzung zurückführen“, erklärt Zorn. Die Stadt als Schulträger wolle die Grundschule Baden in ihrem bewährten Modell als „Vorzeigeprojekt der Inklusion“ erhalten, gleichzeitig sei Baden auch ein wachsender Stadtteil mit vielen Baugebieten für Familien. Insgesamt 300 000 Euro ließ und lässt die Stadt sich dies in den Jahren 2021 bis 2023 kosten. „Aus drei ehemaligen Klassenräumen werden zwei Klassen- und zwei Gruppenräume“, erklärt Michael Biermann, Hausmeister an der Grundschule Baden. Nach der bisherigen Nutzung durch Lebenshilfe-Kita und -Hort inklusive Küchenzeile sei nun der Linoleumboden auszutauschen. Zudem wurden die Wände gestrichen und Deckenplatten erneuert. Dienstag hat die Firma Elektro Wöltjen die Lampen angebracht. Akustikdecken sowie entsprechende „Absorber“ an den Wänden sollen nicht nur hörgeschädigten Kindern das Lernen erleichtern, so Biermann. Auch ein neuer Aufzug gehört zur Sanierung dazu. „Die Folgekosten für Wartung und Instandhaltung waren zum Schluss sehr hoch“, erklärt Biermann. Zorn hofft mit dem Einbau des neuen Fahrstuhls auch auf eine „Qualitätsverbesserung“.

Hausmeister Michael Biermann sperrt die Sicherheitstür zum inzwischen schon ausgebauten Fahrstuhl auf.
Hausmeister Michael Biermann sperrt die Sicherheitstür zum inzwischen schon ausgebauten Fahrstuhl auf. © -

Ein letzter Schritt fehlt laut Zorn noch für einen „vollwertigen und bedarfsgerechten Ganztagsbetrieb“: Die Grundschule Baden braucht eine eigene Mensa. „Wir hoffen, damit rechtzeitig 2026 fertig zu sein.“

Das könnte sportlich werden, denn der Umbau zur Ganztagsschule steht auch anderen Achimer Grundschulen noch bevor, etwa in Bierden. „Dort werden wir komplett neu bauen müssen und starten jetzt in die Planungen. Jede Schule hat ja eine andere Historie“, so Zorn. Derzeit werde auf dem Gelände der Baugrund untersucht.

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