Konzeptentwurf steht zur Diskussion

Digitale City mit Online-Marktplatz in Arbeit

Digital einkaufen und im Geschäft abholen steht im Mittelpunkt eines neuen Konzepts für Achim-City. Foto: Imago
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Digital einkaufen und im Geschäft abholen steht im Mittelpunkt eines neuen Konzepts für Achim-City.

Achim - Von Heinrich Laue. „Das Beste aus beiden Welten“ solle miteinander verbunden werden, heißt es im Konzeptentwurf für die „Digitale City“. Das bedeutet, die Geschäfte bleiben zwar in der realen Achimer Innenstadt, werden aber mit der virtuellen Online-Welt verknüpft und versammeln sich mit ihren Angeboten auf einer zentralen Website, die auch auf ihre Nutzer reagiert. Dieser „Rendezvous-Punkt im Web“ enthält viele weitere „Neuigkeiten rund um das Erlebnis Innenstadt“ und ist unter anderem von öffentlichen Terminals aus zu erreichen, die an markanten Punkten der City installiert werden.

Der Konzeptentwurf wurde in einer kleinen Arbeitsgruppe im Bereich „Stadtmarketing“ der Verwaltung mit Vertretern von Einzelhandel und Dienstleistern erarbeitet. Er steht zunächst am Dienstag, 19. Februar, auf der Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft und Stadtentwicklung zur Diskussion.

Eine Belebung der Innenstadt durch Digitalisierung ist als wichtiges Thema auch in der bis 2021 reichenden Zielvereinbarung zwischen Stadtrat und Bürgermeister enthalten.

Voraussichtlich im März sei nun in Gesprächen näher zu klären, wie weit örtliche Geschäftsinhaber und andere Gruppen in der neuen digitalisierten Welt dabei sein wollen, erläuterte der Achimer Wirtschaftsförderer Martin Balkausky auf Nachfrage dieser Zeitung. „Einige würden sehr weit mitgehen, andere sind noch zurückhaltend“, hat er bereits festgestellt.

Der Antrag des parteilosen Ratsherren Larne Sprenger auf „Implementierung eines regionalen Onlinemarktplatzes für die Stadt Achim“ hatte Ende Dezember zusätzlichen Schwung in die Thematik gebracht. „Die Achimer Innenstadt muss endlich in das Online-Zeitalter einsteigen“, hatte Sprenger gefordert und als Geschäftsprinzip „online suchen und gegebenenfalls bezahlen, aber im Achimer Einzelhandel abholen“ empfohlen. Der stationäre Einzelhandel habe nämlich gegenüber dem Onlinehandel den großen Vorteil der „unmittelbaren Warenverfügbarkeit“, argumentierte der Ratsherr.

Inhalte des Rendezvous-Punktes im Detail

Als weitere mögliche Inhalte des Rendezvous-Punktes im Web sind im Konzeptentwurf unter anderem aufgeführt: Übersichtskarte der Stadt, Kurzvorstellung der Geschäfte mit Teaserbild, ein aktueller Gastronomieführer mit Tagesangeboten, ein ausführlich bebilderter Veranstaltungskalender für alle Zielgruppen, aber auch ein Ärzte-, Rechtsanwälte- und Apothekenverzeichnis, regionale Job- und Immobilienbörse, sowie Informationen zum öffentlichen Personennahverkehr und zu Parkmöglichkeiten.

Jeder Besucher der Seite darf die Einträge und Informationen ergänzen, wobei diese Beiträge vor der Veröffentlichung geprüft würden. Jedes Unternehmen wird automatisch gelistet und kann dann Zugangsdaten anfordern oder auch Widerspruch einlegen.

Zwischen 20.000 bis 30.000 Euro sind für die Entwicklung des virtuellen Treffpunktes einschließlich Außenfotos und Administration kalkuliert und müssten zunächst aus dem Stadthaushalt finanziert werden. Die Ersteller des Konzepts raten außerdem zu einem Koordinator - zwecks Beratung, Kontrolle der Aktionen, sowie als Helfer bei Problemen. Im Sinne des vom Rat beschlossenen Leitbildes für die Stadt soll die digitale Plattform zur „Aufwertung des Wohn- und Wirtschaftsstandorts Achim beitragen“ und „Entwicklung und Belebung der Innenstadt nachhaltig positiv beeinflussen“, heißt es abschließend in der Beratungsunterlage der Verwaltung für den Ausschuss. Einen Layoutvorschlag zum Aufbau der Plattform im Web gebe es im Übrigen schon.

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