Reinhold Viohl ist nicht nur Cheftechniker / Vierter Geburtstag von Achimobil

Mister Q des Bürgerbusses

+
Reinhold Viohl ist der Cheftechniker, ein Fahrdienstleiter und Fahrer des Achimer Bürgerbusses. Am morgigen 1. Oktober Morgen gibt es für die Fahrgäste zum vierten Geburtstag des Achimobils Bonbons zur Fahrt.

Achim - Am morgigen 1. Oktober jährt sich zum vierten Mal der Tag, an dem der erste Achimer Bürgerbus auf Strecke ging. Inzwischen hat „Achimobil 1“ Zuwachs bekommen und zu zweit wurden inzwischen über 400 000 Kilometer auf dem 62 Kilometer langen Liniennetz gefahren.

Damit dies zuverlässig funktioniert, kümmert sich Reinhard Viohl aus Uphusen um die technische Ausstattung. Als Ingenieur, der ehemals bei Siemens für Schaltanlagen zuständig war und der zudem eingefleischter Alfa-Romeo-Fan ist, liegt ihm die Fahrzeugtechnik des Vereins natürlich besonders am Herzen.

Reinhard Viohl ist im Verein in mehreren Bereichen im Einsatz: Neben der technischen Betreuung übernimmt er Verantwortung in der Fahrdienstleitung, ist stellvertretender Vorsitzender des Vereins und fährt natürlich selbst.

„Es gibt nichts, wo ich mich nicht rantraue“, lautet sein Motto. Ob es die komplexe Türsteuerung ist, die gangbar gemacht werden muss, oder nur eine Lampe gewechselt wird: Die Fahrer wissen, dass dem kurzen Anruf bei ihm die sofortige Erledigung folgt.

„Man merkt schon, dass diese Busse von sehr unterschiedlichen Fahrern geführt werden“, stellt er fest. Und das vor allem am Verbrauch: Kommt der eine mit zwölf Litern Diesel 100 Kilometer weit, schafft ein anderer die Distanz mit 9,5 Litern.

Zwar sind die Busse mit sechs Metern nicht unbedingt die längsten Fahrzeuge, aber durch ihren langen Radstand manövriert es sich um manche Kurve eben etwas anders als mit einem normalen Auto. Da bleibt leider mal die kleine Schramme am Radkasten auch nicht aus. Eine besondere Herausforderung waren ein im Bus verbliebener Fahrzeugschlüssel und eine geschlossene Tür. Kurzerhand erklomm der Technik-Chef des Vereins das Dach des Busses, öffnete die Dachluke und wandt sich durch diesen Schacht ins Businnere.

„Mission impossible“ gibt es nicht für ihn, James Bond wäre stolz auf einen solchen „Mister Q“.

Während Reinhard Viohl sich um die kleineren Probleme selbst kümmert, kann er im Fall größerer Reparaturen auf einen Ersatz-Bürgerbus zugreifen, der gemeinsam mit dem Sottrumer und Ottersberger Verein von ihm gemanagt wird.

Im kommenden Jahr wird der erste Achimer Bus die Schallmauer von 350 000 Kilometern überschritten haben und ist dann fünf Jahre alt. Zeit fürs Altenteil, Und so möchten die Achimer Bürgerbusler zu ihrem fünften Jahrestag nicht nur einen neuen Bus taufen, sondern sicher auch mit größeren Aktionen auf sich aufmerksam machen.

Zum vierten Geburtstag am morgigen Donnerstag bekommen alle Fahrgäste einen kleinen Vorgeschmack: Süße Bonbons für eine „Gute Fahrt“, verspricht Vorsitzender Herfried Meyer.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

„Summer in the City“-Finale auf dem Marktplatz

„Summer in the City“-Finale auf dem Marktplatz

Im Selbstversuch zum Deutschen Sportabzeichen

Im Selbstversuch zum Deutschen Sportabzeichen

Sommerreise: Wanderung am Heiligenberg

Sommerreise: Wanderung am Heiligenberg

Sommerreise: Kräuterwandern in Bruchhausen-Vilsen

Sommerreise: Kräuterwandern in Bruchhausen-Vilsen

Meistgelesene Artikel

Hochwasser-Helfer aus dem Kreis Verden bei Hildesheim im Einsatz

Hochwasser-Helfer aus dem Kreis Verden bei Hildesheim im Einsatz

Großeinsatz: Aber der Kanute übte nur

Großeinsatz: Aber der Kanute übte nur

Autobahnpolizei untersucht Lkw: „Liste des Schreckens“

Autobahnpolizei untersucht Lkw: „Liste des Schreckens“

Absperrungen zur Sicherheit: Die Amtsgericht-Fassade bröckelt

Absperrungen zur Sicherheit: Die Amtsgericht-Fassade bröckelt

Kommentare