Auch abgespeckt ein Event

Reichlich Betrieb bei „Boxenstopp“ und verkaufsoffenem Sonntag

Ob neuer Anorak oder neues Auto: Viele Menschen zog es gestern zu den Ständen und Geschäften in die Achimer Innenstadt.
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Ob neuer Anorak oder neues Auto: Viele Menschen zog es gestern zu den Ständen und Geschäften in die Achimer Innenstadt.

Achim – Ein paar Scheine in der Tasche reichten, um beim verkaufsoffenen Sonntag ein nettes Mitbringsel zu ergattern – zum Beispiel Kleidung und Accessoires für sie und ihn, eine neue Brille oder sogar Shisha-Zubehör. Selbst neue Saiten für den Tennisschläger gab es. Die Besucher konnten aber auch tiefer in den Geldbeutel greifen – oder zumindest die ersten Anbahnungsgespräche dafür führen. Denn zahlreiche Autohändler aus der Region und ein Wohnmobilhändler hatten sich auf der Bummelmeile zwischen Amtsgericht und Gieschen-Kreisel zum Achimer „Boxenstopp“ postiert.

Mehr als 60 chromblitzende Karossen, stets die neuesten Modelle, an 14 Stationen waren zu bewundern, wobei es keiner der Aussteller versäumte, auch die neuesten E-Mobile oder Hybrid-Fahrzeuge zu präsentieren. Aber auch die „normalen“ Autos stießen auf reges Interesse.

Begünstigt durch das gute Wetter strömten spätestens ab Mittag zahlreiche Kauf- und Schaulustige durch die Fußgängerzone. Sie nahmen es auch hin, dass die sonst dazugehörenden kulinarischen Stände oder auch Bierbuden diesmal coronabedingt fehlten. Zumindest hatten die Cafés und Restaurants geöffnet.

„Man merkt, die Leute wollen raus und es ist gut was los. Man merkt aber auch, dass die Coronaregeln – Maske auf oder nicht oder: wer darf hinter das Absperrband – die Leute teilweise irritieren “, attestierte Ingo Meyer vom gleichnamigen Badener Ford-Autohaus. „Gleichwohl hat es einige vielversprechende Kontakte gegeben. Auch der Plausch mit Bestandskunden gehört natürlich dazu.“ Mirko Wiedemann vom VW-Autohaus Brand war angetan: „Es hat viele gute Gespräche gegeben und viele Fragen im technischen Bereich – vor allem zur E-Mobilität.“

Auch in den Geschäften pulsierte das Leben. „Der Autosonntag ist von jeher besser besucht als die anderen sonntäglichen Verkaufstage. Zudem ist mehr Kundschaft von außerhalb dabei“, stellte Olaf Heym von „Aktiv Sport-Freizeitmode“ fest. Selbst Marianne Budelmann vom Tourismusbüro der Stadt war zufrieden: „Rad- und Wanderkarten waren vielfach gefragt.“

Letztlich fand auch Bürgermeister Rainer Ditzfeld lobende Worte: „Auch in der abgespeckten Version, ohne viel Speis und Trank oder Kinderkarussells, ist das ein echtes Event, bei dem der Einzelhandel von der Autoschau profitiert – oder umgekehrt.“ Und da mehrere Besucher spontan die Gelegenheit nutzten, sich im eigens für den Zweck errichteten Zelt impfen zu lassen, war auch das DRK zufrieden.

Was am Ende dem positiven Gesamteindruck zum Trotz blieb, war die Frage, warum sich nicht alle Innenstadt-Kaufleute an diesem Aktionstag beteiligten und so die Angebotspalette ausdünnten. So blieb beispielsweise das Fahrradgeschäft ebenso geschlossen wie der Schreibwarenladen.

Von Dieter Sperling

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