Ausnahme „Bierdener Kämpe“ umstritten

Rechts-vor-links-Frage sorgt am Steinweg für Verwirrung

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Am erneuerten, durch Buchten verkehrsberuhigten, schnurgeraden Steinweg gilt grundsätzlich bei Seitenstraßen die Rechts-vor-Links-Vorfahrtsregelung.

Bierden - Eigentlich ist alles klar. Es gilt entlang des gesamten Bierdener Steinwegs die Vorfahrt-Regelung Rechts vor links. Aber es gibt Ausnahmen, und das sorgte jetzt im Ortsausschuss für Verwirrung und Klärungsbedarf.

Rechts vor links gilt nämlich nicht für Stichstraßen, also die nicht benannten, mehr oder weniger kurzen Abzweigungen zu einzelnen, von der Straße zurückliegenden Wohnhäusern.

Wie soll aber ein nicht ganz ortskundiger Autofahrer auf dem Steinweg auf die Schnelle erkennen, ob er an einer Seitenstraße vorbeifährt und die Vorfahrt achten muss oder ob es sich nur um eine nicht weiter zu beachtende Stichstraßeneinmündung handelt, wurde kritisiert.

Zweitens gilt laut Bürgermeister Rainer Ditzfeld eine Rechts-vor-Links-Ausnahme an der Einmündung Bierdener Kämpe, da es sich hierbei um eine verkehrsberuhigte Spielstraße handele. Andere wiesen darauf hin, dass die Spielstraße ja erst etliche Meter hinter der Einmündung zum Steinweg beginne und daher hier selbstverständlich Rechts vor Links greife.

Eine Ausnahme bildet die Abzweigung Bierdener Kämpe, weil es sich hier um eine Spielstraße handelt. Ob diese Ausnahme gerechtfertigt ist, war im Ortsausschuss umstritten. 

Ditzfeld versprach, sich jeweils für eindeutige Regelungen einzusetzen. Das würde wohl auch bedeuten, einige weitere Verkehrszeichen aufstellen zu lassen.

Generell machten der Ortsausschussvorsitzende Michael Pahl (SPD) und Ditzfeld noch einmal deutlich, dass die abgeschlossene, umfassende Steinweg-Erneuerung auf einem Kompromiss beruhe. Während die Anwohner möglichst wirksame Verkehrsberuhigung durch möglichst viele Ausbuchtungen an der Straße wollten, hätten Landwirte, Firmen und andere Verkehrsteilnehmer zwecks besserer Durchfahrt sich eher eine schnurgerade Schneise bis zur Bremer Straße gewünscht.

Nach einigen teils heftigen Auseinandersetzungen am erneuerten Steinweg um die Frage Wer lässt jetzt hier wen vorbei? hat sich die Lage nach Kenntnis des Bürgemeisters inzwischen beruhigt. Ditzfeld wies auch noch einmal darauf hin, dass es zulässig sei, mit über den Fußweg zu fahren, „wenn es sehr eng wird“.

Ihm sei versichert worden, dass die Bürgersteige am neuen Steinweg auch solche Belastungen aushalten. 

la

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