Rektorin Watermann geht in Ruhestand

Die letzten Jahrzehnte der Schule geprägt

Von Schuldezernent Rokitta das Dokument zur Pensionierung.

Achim - Von Manfred Brodt. Als ihr der Personalratsvorsitzende Holger Kohring als Abschiedsgeschenk des Kollegiums einen Gutschein für die Elbphilharmonie in Hamburg überreichte, fügte er an, dieses einmalige Konzerthaus wäre unter ihrer Organisation sicher ohne diese Kostenexplosion gebaut worden. Gestern wurde Achims Realschulrektorin Christa Watermann in den Ruhestand verabschiedet. 17 Jahre lang hat sie diese kreisweit hochgeschätzte Schule geprägt.

Vom Bürgermeister Rainer Ditzfeld über die Konrektoren Marlies Behnke und Daniel Weber bis zu den Schülervertretern wurden die gleichen guten Eigenschaften an ihr hervorgehoben:

Kompetenz, Organisationstalent, Engagement, Beharrlichkeit, Aufgeschlossenheit und noch viel mehr.

Wie Schuldezernent Jörg Rokitta skizzierte, war sie nach ihrem Examen in Germanistik und Politik 1975 an die Grund- und Hauptschule Dörverden gekommen, wurde 1978 an der Orientierungsstufe Dörverden stellvertretende Leiterin, 1988 Realschulkonrektorin in Oyten und 1992 Rektorin der Orientierungsstufe Baden, um dann 2000 als Chefin zur Achimer Realschule zu wechseln. 39 von 42 Dienstjahren in Leitungsfunktionen.

In diesen Jahren wurde die Achimer Realschule von Grund auf saniert, erweitert, digital und zur Ganztagsschule. Bedingt durch das Vor und Zurück der Schulreformen mussten neue Kollegien harmonisiert werden. Zuletzt war auch die regelmäßige Bewertung des Unterrichts der einzelnen Lehrer durch die Pennäler eingeführt worden.

Der energischen Christa Watermann scheint dies alles zu großer Zufriedenheit gelungen zu sein, wie auch die musikalischen Beiträge des Lehrerkollegiums (Au revoir) sowie der sechsten Klassen und der Musical-Ag vom Rap bis zum ergreifenden Halleluja ausdrückten. Letzte Woche schon hatten die Schüler auf dem Schulhof Spalier für ihre Rektorin gestanden und sich persönlich verabschiedet.

Dr. Stephan Krolle, Chef des Cato-Gymnasiums, hatte die Realschulrektorin in der montäglichen „Elefantenrunde“ der Schulleiter näher kennengelernt und so zoologische Weisheiten über die Leitfunktion von Elefantenkühen zum Besten gegeben und der Schulbehörde mitgegeben, sie existiere erst seit dem 19, Jahrhundert, Elefanten aber seit vielen Millionen Jahren.“

Nach so viel Komplimenten verzichtete die künftige Pensionärin auf „ungebetene Ratschläge“ und erzähle vielmehr Anekdoten. So hatte sie kurz vor den Weihnachtsferien von der Landesschulbehörde die Freistellung für ein anderes Bundesland erhalten; ein Irrtum. Das amtliche Dokument hatte sie sich aber aufgehoben, für alle Fälle.

Doch dieser Ernstfall trat nie ein. In ihrem späteren Leben werde sie einmal Gärtnerin werden, hatte die Bremerin Christa Watermann früher gesagt. Das war gewiss übertrieben. Sie weiß noch nicht, wie Ruhestand geht, und muss dafür üben. Sie weiß nur, dass nun nicht gilt, was sie muss, sondern, was sie will.

Die Achimer Realschule wird zukünftig zusammen mit der Hauptschule in einer Integrierten Gesamtschule aufgehen.

Bis 2022 wird es allerdings noch Realschüler in Achim geben. In Übereinstimmung mit Schuldezernent Jörg Rokitta und sicher auch der künftigen Rektorin Marlies Behnke unterstrich Watermann, dass das Kollegium für diese Realschüler sicher bis zur letzten Minute alles geben werde.

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