„Jetzt eigenen Weg finden“

Realschule Achim entlässt 144 Zehntklässler

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Was für ein tolles Bild, was für eine Gaudi: Zum Abschluss der Entlassungsfeier für die 10. Klassen rockten die Lehrerinnen und Lehrer die Bühne in der Sporthalle der Realschule.

Achim - Theater, Musik und Tanz prägten gestern die Entlassungsfeier der 10. Klassen der Realschule Achim. Die Ansprachen blieben in dem rund zweistündigen Programm wohltuend kurz.

Weil laut Rektorin Christa Watermann ein aus 144 Schülerinnen und Schülern bestehender „Riesen-Jahrgang“ im Beisein der Eltern und Lehrkräfte zu verabschieden war, ging die Veranstaltung in der Sporthalle über die Bühne.

Musikalische Beiträge bringen Schwung in die Turnhalle

Mit einem Intro am Klavier eröffneten Jonas Helfer und Furkan-Osman Karakaya die Feier. Wenig später brachte die AG „In 80 Tagen um die Welt“ mit dem Titel „Kiss Kiss“ gleich richtig Schwung in die volle „Bude“. Die Schulband unterhielt mit „Thinking out loud“ und „Don't let me down“ das Publikum, die AG „Best of Broadway“ steuerte „On Fire“ und „K-Pop“ bei, und die Chor-AG sang „Photograph“, bevor kurz vor Schluss, unterstützt von der Band, das stimmungsvolle „Hallelujah“ angestimmt und mit Applaus belohnt wurde.

Arne Hansen (10b), Celine Hazer (10d) und Antonia Bretthauer (10e), die im Wechsel durch das Programm führten, baten zwischendurch auch alle fünf 10. Klassen auf die Bühne. Bei den Aufführungen nahmen die Jugendlichen immer wieder Lehrerinnen und Lehrer der Schule auf die Schippe, was manchen Lacher und eine Menge Beifall in den Sitzreihen hervorrief.

Was bedeutet eigentlich Erfolg?

Die Rede von Bürgermeister Rainer Ditzfeld drehte sich um das Stichwort „Erfolg“. Aber was sei darunter überhaupt zu verstehen? „Eine gute Position im Beruf? Ökonomisch oben zu stehen? Viele Freunde bei Facebook zu haben?“ Ditzfeld warf auch die Frage auf, ob „Erfolg“ wichtig sei und fügte an: „Es gibt viele Möglichkeiten, zufrieden zu sein.“ Jeder sollte seine eigenen Ziele für das Leben formulieren.

Christa Watermann, die in Pension geht und das letzte Mal eine Entlassfeier leitete, lobte die Zehntklässler für ihre guten Englisch-Kenntnisse. Angesichts der Globalisierung sei das Beherrschen dieser Weltsprache „ganz wichtig“, nicht zuletzt für die Kommunikation im Internet. Zugleich mahnte sie die jungen Leute, darauf zu achten, „was ihr an persönlichen Daten preisgebt“. Die Rektorin wünschte allen den „Mut, euer Leben jetzt selbst in die Hand zu nehmen“ und an einer demokratischen Gesellschaft mitzuwirken.

Die Schülervertreter Cedrik Balcke und Stella Christian hoben die „tollen“ Chaostage hervor. Ansonsten seien aber gerade die letzten Monate anstrengend gewesen.

43 Prozent der Abgänger (2016 waren es 53 Prozent) haben nach Angaben von Watermann den erweiterten Sekundarabschluss I erreicht. Sie haben also die Chance, noch Abitur zu machen.

mm

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