Ratsherr über Stadt und Social-Media-Konzept

Für City-App und gegen „Liquid“

Achim - CDU-Ratsherr Larne Sprenger begrüßt es, dass die Stadtverwaltung seinen Antrag zu einem „Social-Media-Konzept“ aufgenommen habe und dem Rat bis 2016 eine Beschlussvorlage zur Umsetzung präsentieren wolle.

Allerdings sieht Sprenger die Einführung von „Liquid Friesland“ beziehungsweise „Liquid Feedback“ aufgrund der Kosten sehr kritisch. Diese stünden in keinem Verhältnis zu den wenigen Nutzern: „Der heutige Screenshot beweist mir, dass maximal 20 Personen davon Gebrauch machen. Für mehrere tausend Euro Anschaffung und 500 Euro Nutzungskosten im Monat ist das zu wenig“.

„Liquid Feedback“ sei zudem ein in sich geschlossenes System und im Grunde nichts anderes als ein erweitertes Ratsinformationssystem. Infos zu teilen und/oder in „freundschaftlichen“ Verbindungen zu kommentieren, sei nicht machbar. Viele Anbieter von Ratsinformationssystemen ermöglichten hingegen schon direkte Abstimmung über Beschlussvorlagen als Meinungsbild. Daher hofft Sprenger, dass im Rahmen des „Multi-Media-Konzepts“ für die Stadt ein alternatives Angebot vorgelegt wird.

Er vermisst im Übrigen „eine auf den Bedarf oder Verlangen der Bürger ausgerichtete multimediale Öffentlichkeits- und Pressearbeit der Stadt“. Das zeige etwa der Kita-Streik: „Achim war zwei Mal mit Berichten im NDR Regional-Fernsehen. Leider ohne O-Ton oder Kommentar der Stadt. Auch zur Freibaderöffnung gab es keinen Kommentar von Stadtverantwortlichen“.

Die City-App sei ein guter Anfang und weiter zu verfolgen. Er hoffe aber, dass wesentlich mehr Informationen hier Einzug halten. Aktualisierung sei anzustreben, damit auch kleinere „Bugs“ eliminiert werden. Die Einbettung ins Multi-Media-Konzept erscheine so als sinnvoll.

Der Personalbereich ist laut Sprenger sehr gut aufgestellt im Internet. Achim spiele hier sogar eine Vorreiterrolle. Das müsse ausgebaut werden. Die Stadt als Arbeitgeber solle beispielsweise ihre Angestellten motivieren, den Arbeitsplatz auf Bewertungsseiten wie kununu zu beurteilen.

Der Jungpolitiker begrüßt es auch sehr, dass über einen Facebook-Auftritt der Stadt engagiert nachgedacht wird. Da eine Menge Kommunen bereits twittern und einen Facebook-Auftritt haben, solle man sich hier Erfahrungen einholen. Der Facebook-Auftritt müsse zudem zum Informationsmedium für alle Altersgruppen werden.

Auch ein freies WLAN rund ums Rathaus sei im Rahmen eines Multi-Media-Konzepts umzusetzen. Kostenabschätzungen auch für das Übertragen öffentlicher Ratssitzungen via Livestream seien im Vorhinein natürlich wichtig.

„Ich freue mich auf die weiteren Beratungen über das Multi-Media-Konzept mit verstärkter Öffentlichkeitsarbeit“, fasst Sprenger in seiner Stellungnahme an Rat und Verwaltung zusammen.

Rubriklistenbild: © dpa

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