Kultur in allen Winkeln

Das Rathaus wird zum Bürgerhaus der Achimer

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Auch die jungen Damen der Ballettschule Jessel verzauberten die vielen Besucher im Rathaus.

Achim - „Wir“, sagte Dr. Stephan Leenen, Mitglied im Kulturnetzwerk Achim, „wünschen uns, dass die Menschen in Achim das Rathaus als Bürgerhaus wahrnehmen, nicht nur als Verwaltungsgebäude.“ Am Samstagabend ist mit der Veranstaltung „Kultur rockt das Rathaus“ dieser Wunsch befördert und ein Zeichen gesetzt worden.

Anders als im Vorjahr, als bei der ersten Achimer Kulturnacht die Wege lang waren und das Programm unübersichtlich, agierten diesmal Kultur- und Kunstschaffende unter einem Dach. Der Sprecher des Kulturnetzwerkes, der stellvertretende Bürgermeister und Vorsitzende des Bibliothek-Fördervereins Rüdiger Dürr, betonte bei der Eröffnung mit deutlicher Vorfreude die Vielfalt der Darbietungen und die Kraft künstlerischen Ausdrucks.

Überraschende Perspektiven

Unter Einhaltung der Hausordnung eröffneten sich an diesem Abend, an dem mehr Pop und Swing war als Rock´n Roll, überraschend neue Perspektiven für die Raumnutzung des Rathauses.

Nachdem ein „Tango Argentino“ tänzerisch eingestimmt hatte, spielte die Rock- und Popband der Kreismusikschule unter Leitung von Dieter Meyer ein Repertoire, an dessen Ende vom Publikum Zugaben gefordert wurden. Zuvor hatten die talentierten jungen Musiker „Telstar“ zu Gehör gebracht, „Michelle“ von Lennon-McCartney, „The Pink Panther“ oder „Baker Street“ von Gerry Rafferty. Für Freunde von Abba gab es „Money, Money“.

Die Rock- und Popband der Kreismusikschule sorgte für gute Musik und Stimmung.

Während im Foyer des Rathauses danach die Ballettschule Jessel „Spitzentanz & Modern Dance“ vollführte, wurde sogar im obergeschossigen „Café Wir“ innegehalten. Ansonsten drängten sich dort viele Kulturnacht-Besucher, um orientalische und deutsche Leckereien zu probieren. Dazu führte die Künstlerin Jeanne Fredac durch ihre Fotografieausstellung „Verlassene Orte“, lasen die Literaten Christian C. Kruse, Wolfgang Seekamp, Hans-Peter Seeling und Stephan Leenen aus ihren Werken, oder es fegte „Movesty“, ausgezeichnete Hiphop-Formation des TSV Uesen, durch den Ratssaal.

Nicht nur schauen - mitmachen

Ebenfalls noch zu früher Stunde intonierte die Kreismusikschule eine Gute-Nacht-Geschichte, die Repräsentanten des Poetry Slam nicht wirklich in ihrem Programm haben.

Dafür gab es später „Tanz zum Mitmachen“ und im Ratssaal ein Performance-Konzert mit dem Titel „From A to Be“. Im Foyer spielte währenddessen Till Simon „unplugged“. Zuvor hatte auch die Schulband des Gamma, „Friday“, ihr Können gezeigt. Beschlossen wurde die Kulturnacht von der Big Band der Kreismusikschule mit Pop, Latin, Soul und Blues.

Großer Appetit auf die leckeren Speisen im Café Wir.

Das Rathaus nicht nur ein Bürgerhaus, sondern an diesem Abend auch ein Kulturhaus.

häg

Achimer Kulturnacht

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