Viele bewegende Bierdener Themen

Raser und Lärm im Kämpe und neuer Steinweg

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Durch das Neubaugebiet Kämpe führt eine Spielstraße. Viele Autofahrer drosseln aber nicht da Tempo entsprechend.

Bierden - Ortsausschüsse sind bei der Gebietsreform vor 44 Jahren als Instrumente der Bürgernähe eingerichtet worden, und das sind sie bis heute geblieben. So kamen auch am Mittwochabend in der Bierdener Schulaula viele kleine und bewegende Ortsprobleme zur Sprache.

Der Steinweg zum Beispiel, die Haupt-Erschließungsstraße des Ortes befindet sich in einem miserablen Zustand und soll 2017 erneuert werden. Da die Anwohner einen Großteil davon bezahlen müssen, wird mit ihnen in einer Versammlung am 24. August über die verschiedenen Varianten und ihre Kostenbeteiligung gesprochen werden.

Anwohner reden mit und müssen zahlen

Die Stadt mit ihrer dortigen Grundschule und dem Kindergarten wird als der größte Grundstückseigentümer dort den größten Batzen beisteuern. Während Kinder hier auf dem Geh- und Radweg fahren müssen beziehungsweise dürfen, ist es Erwachsenen verboten.

Der unbeliebte Seitengraben dient der Entwässerung des Bereichs mit hohem Grundwasserstand, auch wenn man selten Wasser in ihm sieht.

Neu gemacht wird auch der Geh- und Radweg in weiten Bereichen der Bremer Straße in Bierden. Die Sanierung der Landesstraßenfahrbahn ist allerdings auf das nächste Jahr verschoben worden, was der fachlich versierte Harald Koch wegen der gemeinsamen Entwässerung nicht für sinnvoll hält.

In der Ortsmitte Bierdens sollen neue Wohnhäuser im Auftrag der Kreissparkasse gebaut werden, wenn das alte Feuerwehrhaus abgerissen, die Gremien der Stadt ihr Plazet und der Kreis die Baugenehmigung gegeben haben.

Neue Wohnhäuser en masse stehen längst im Neubaugebiet Kämpe. Die Neubürger und alte Bierdener dürfen sich über den neuen Kindergarten mit Hort, Krippe, Kitagruppe und heilpädagogischer Gruppe freuen, der zum neuen Kindergartenjahr starten soll.

Rot-Weiß-Achim-Lärm ärgerte Anwohner

Weniger erfreut sind einige Kämper allerdings über den am alten Sportplatz bei Fußballspielen von Rot Weiß Achim entstandenen Lärm. Sie intervenierten mit der Folge, dass der Fußballverein den Platz verlassen und sich nun mit Vermittlung der Arbeitsgemeinschaft Achimer Sportvereine in Achim oder Baden eine neue Spielstätte suchen muss.

Mehrere Bierdener allerdings hatten für die Proteste kein Verständnis und unterstrichen, wer im Kämpe ein Haus gekauft oder gebaut habe, habe doch gewusst, dass er an diesen Sportplatz ziehe. Die Lärmberechnungen und die Lärmhöchstwerte des Gesetzgebers besonders für Sonntage erlauben aber das Fußballverbot.

Im Kämpe sind auf Wunsch der Anwohner Spielstraßen mit Höchstgeschwindigkeit für Fahrzeuge von 7 km/h eingerichtet worden. Bürgermeister Rainer Ditzfeld berichtete allerdings, dass er bei mehreren Fahrten durch den Kämpe oft flott überholt worden sei, in fast allen Fällen von Anwohnern.

mb

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