Kommentar zu Achim-Nord

Evergreen hochaktuell: Wer soll das bezahlen?

Manfred Brodt

Die Einzelheiten und die Finanzierung des von der Stadtspitze und der rot-grünen Ratsmehrheit vorgesehenen Rahmenplans für die sogenannte nördliche Innenstadt sind also noch völlig offen.

Selbst bestellte Gutachter haben der Stadt für die vorgeschlagenen Projekte Hotel und Bürobauten an der Bahnlinie geringe Aussichten bescheinigt. Die Gutachten und die Gutachter werden nun versteckt.

Auch der Bedarf für ein Parkhaus nördlich der Bahnlinie zwingt sich nicht gerade auf.

4,8 Millionen Euro kann die Stadt aus Städtebauförderungsmitteln für die rund achtjährige Sanierung des Gebietes bekommen. 1,6 Millionen Euro davon muss sie selbst tragen. Viel mehr steht nicht fest.

Die letzte von der Stadtverwaltung vorgelegte Kosten- und Finanzierungsübersicht zur Entwicklung der Innenstadt-Nord stammt aus dem Jahr 2014 und hat einen Volumen von über 16 Millionen Euro.

300.000 Euro sind dabei für Rahmenplanung, sonstige Planungen, Untersuchungen und Gutachten vorgesehen. 4,5 Millionen Euro sind für Ordnungsmaßnahmen, 3,3 Millionen Euro für Erschließung, also neue Straßen und Kreisel, veranschlagt. Die Beseitigung baulicher Anlagen wird mit einer Milion Euro taxiert. Angesichts des riesigen Komplexes der ehemaligen Brotfabrik sicher ein geringer Betrag. Eine Million Euro hatte alleine die Beseitigung eines Hochhauses in Achim-Nord gekostet. Auch die Erkundung und Beseitigung von Altlasten ist mit 45.000 Euro sehr optimistisch geschätzt.

Für den Erwerb von Grundstücken sind 400.000 Euro im Plan. Das ganze Lieken-Areal gehört allerdings noch dieser Firma beziehungsweise den Investoren Will und Skrabs.

4,5 Millionen Euro könnten nach Plan in neue Wohnungen, 2,8 Millionen Euro in Gewerbebetriebe investiert werden, natürlich überwiegend von Privaten.

Das angedachte und jetzt Mobilitätsstation genannte Parkhaus mit dem Ankermieter Stiftung Waldheim ist in dieser Finanzierungsübersicht berhaupt noch nicht enthalten.

Stadtplanerin Angelika Steinbach sagt uns zwar, dass die konkreten Maßnahmen und die folgende Finanzierung erst aus dem Rahmenplan noch sukzessive entwickelt werden müssten. Dennoch darf und muss man schon heute mit dem berühmten Evergreen fragen: „Wer soll das bezahlen? Wer hat das bestellt? Wer hat so viel Pinke-pinke, wer hat so viel Geld?“

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