Autorin Nina Weger liest für Kinder der IGS Achim am bundesweiten Vorlesetag aus ihrem Buch

Rätsel um Entführung als spannende „Hausaufgabe“

Hören gespannt zu: Fünftklässler der IGS bei der Lesung von Nina Weger.
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Hören gespannt zu: Fünftklässler der IGS bei der Lesung von Nina Weger.

Achim – „Aber um zu erfahren, ob die Mädchen das Rätsel der Entführer lösen, müsst ihr das Buch zu Hause weiterlesen.“ Mit diesen Worten beendete Nina Weger gestern Morgen ihre Lesung an der IGS Achim. Zuvor hatte die Autorin zwei fünften Klassen etwa 40 Minuten aus ihrem Buch „Club der Heldinnen – Entführung im Internat“ vorgelesen. Anlass war der bundesweite Vorlesetag, an dem auch in den vergangenen Jahren immer eine Autorin oder ein Autor an der Schule zu Gast war.

„Normalerweise habe ich etwa 180 Lesungen im Jahr und an diesem besonderen Datum mehrere am Tag. Dieses Jahr sind es deutlich weniger, und heute ist es meine einzige“, berichtete Nina Weger im Vorfeld.

Schuldirektorin Kerstin Albes-Bielenberg wollte trotz Corona die Lesung unbedingt stattfinden lassen: „Es wurde so viel runtergefahren. Keine Klassenfahrten, weniger Freunde treffen, da wollten wir zumindest die jährliche Lesung nicht auch noch ausfallen lassen“, erklärte sie.

Nina Weger liest hauptsächlich für Kinder aus der dritten bis zur sechsten Klasse. Seit gut zehn Jahren reist sie schon von Schule zu Schule, um aus ihren Büchern vorzutragen. Neben ihrem Beruf als Autorin ist sie im Kinderzirkus tätig. Die Mädchen und Jungen dort dienen ihr sowohl zur Inspiration als auch als Testleser für ihre neuen Bücher, erzählte sie.

Im Foyer der Schule fragte die Autorin nach einer kurzen Vorstellung ihrer Person die Kinder, welches ihrer Bücher sie vorlesen soll. Die meisten waren für die „Heldinnen“. Nach anfänglicher Unruhe hörten die knapp 50 Fünftklässler, bestehend aus einer Inklusions- und einer Regelklasse, aufmerksam zu und lauschten der Geschichte, in der ein Internatsmädchen entführt wird.

Im Anschluss durften die Kinder Fragen stellen. Neben persönlichen Fragen wie „Was ist Ihre Schreibhand?“, oder „Haben Sie Haustiere?“, befragten viele Schülerinnen und Schüler die in Hannover wohnende Autorin zu ihrer Arbeit. Besonders überrascht waren sie, als Weger erzählte, dass es bis zur Fertigstellung eines Buches ein ganzes Jahr dauern könne. Außerdem gab sie den Zuhörern Tipps, wie man vorgehen sollte, wenn sie selbst einmal ein Buch oder eine Geschichte schreiben wollen. Zunächst müsse man eine spannende Fragestellung haben. Die Helden der Geschichte sollten klar definiert sein, und das Buch sollte einen Anfang, einen Hauptteil und ein Ende haben, erklärte Weger. Zum Abschluss verteilte der Gast noch Lesezeichen an die Kinder. Diese unterschrieb Weger für alle persönlich.

„Das war ein besonderer Tag für die Kinder, einfach mal was anderes“, freute sich Bibliothekarin Stefanie Lindenberg.  mx

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