Bürger sehen Handlungsbedarf

Radwege an Gefahrenstellen rot markieren

Die Radfahrer-Überwege am Gieschen-Kreisel seien deutlich markiert, sagt die Stadt.
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Die Radfahrer-Überwege am Gieschen-Kreisel seien deutlich markiert, sagt die Stadt.

Achim – Die Fahrrad-Überwege am Gieschen-Kreisel sollten vollständig rot eingefärbt werden, auch und gerade die Abschnitte neben den Zebrastreifen, fordern Achimerinnen und Achimer. Denn Autofahrer glaubten, dass Radler dort absteigen müssten. Die Sicherheit der schwächeren Verkehrsteilnehmer würde es nach ihrer Ansicht außerdem erhöhen, an diesen Stellen Fahrrad-Piktogramme aufzutragen und überdies die vorgeschriebene Fahrtrichtung zu kennzeichnen, da viele Radfahrer im Kreisel verbotenerweise falsch herum unterwegs seien.

Mit diesem Antrag der Bürgerplattform Achim-Dialog, den 15 Einwohner bei jeweils fünf Nein-Stimmen und Enthaltungen befürwortet hatten, befasste sich unlängst der Ratsausschuss für Wirtschaft, Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr.

„Die Polizei und die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr lehnen die Rotmarkierung ab“, informierte Stefan Schuster, Verkehrsplaner bei der Stadt, in der Sitzung. Er wies darauf hin, dass der übermäßige Einsatz greller Farbe im ohnehin meist bunten Straßenbild kontraproduktiv wirken könne. Auch gebe es am Gieschen-Kreisel „keine hohen Unfallzahlen“.

In der Verwaltungsvorlage für den Ausschuss macht Schuster an der Stelle zudem eine „klare Verkehrssituation“ geltend. Die markierte Radfahrerfurt sowie die Beschilderung mit dem Verkehrszeichen „Vorfahrt gewähren“ gäben deutlich den gegen den Uhrzeigersinn, also rechtsseitig sich bewegenden Radfahrern Vorrang. Der Experte geht davon aus, „dass das angesprochene Fehlverhalten den jeweiligen Verkehrsteilnehmern in den überwiegenden Fällen durchaus bewusst ist“.

Als weiteren Gefahrenpunkt für Radfahrer benennt das Bürgerbeteiligungsverfahren bei Achim-Dialog die Autobahn-Anschlussstelle Achim-Nord. „Ein deutlich rot markierter Radweg über die gesamte Radwegstrecke auf der Straße, über die Auf- und Abfahrt hinweg, würde mehr die Sensibilität auf Radfahrer richten als das bisher dort angebrachte Hinweisschild“, schreibt eine Bürgerin. „Achtung: Querende Radfahrer“, bekommen Autofahrer darauf zu lesen. Trotz des zusätzlichen Stoppschilds am Ende der Ausfahrt komme es an der Ecke „oft zu kritischen Vorfällen“, merkt die Dialog-Nutzerin an.

Die vorgeschlagene Rotmarkierung im Bereich der Autobahnzu- und -abfahrt Achim-Nord, südliches Ohr, will die Stadt in die Tat umsetzen, „da das Unfallbild hier ein anderes ist“, wie die Verwaltung schreibt. Die Situation nahe des Achimer Feuerwehrhauses sei seit mehreren Jahren Thema in der Unfallkommission, in der neben der Stadt Vertreter der Polizei und der Landesverkehrsbehörde sitzen. Dieses Gremium werde letztlich über eine Rotmarkierung am Rand der L 167 an der Anschlussstelle entscheiden.

Ein Vorgehen, mit dem sich der Verkehrsausschuss einverstanden zeigte. Gleichwohl bezeichnete Peter Bartram (Grüne) den Gieschen-Kreisel als „gefährliche Stelle“. Egal, ob er als Auto-, Radfahrer oder Fußgänger unterwegs sei, herrsche dort bei ihm eine „hohe Stresssituation“. Dieses Empfinden gelte allerdings ebenso für den am Feuerwehrhaus an der Embser Landstraße endenden Radweg. Wolfgang Heckel (WGA) verlangte, die motorisierten Verkehrsteilnehmer auf diesen Gefahrenpunkt mit einem Blinklicht aufmerksam zu machen.

„Wir müssen eine höhere Aufmerksamkeit bei Autofahrern erzielen“, sagte Petra Geisler (SPD) und fügte hinzu: „Aber auch viele Radfahrer halten sich kaum noch an Regeln.“

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