13 Prozent mehr laufende Kosten / Neue Bauten und Flüchtlingszuzug spielen Rolle

Stadt verkauft Gebäude – Belastung wächst trotzdem

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Eines der größten laufenden Bauvorhaben: die neue Kindertagesstätte in Bierden neben der Grundschule. Natürlich kommen auch hier erhebliche regelmäßige Kosten im Bereich Unterhaltungsaufwand auf die Stadt zu.

Achim - Das Gegenteil von dem, was die Stadt Achim durch Verkauf von Gebäuden aus ihrem Besitz anstrebt, ist eingetreten. Statt zu sinken, steigt nämlich der Betriebs- und Unterhaltungsaufwand . Rund 13 Prozent Mehrkosten und Mehrarbeit fallen an.

Künftig Aufträge an Fremdfirmen vergeben, das Budget und Personal der Grundstücks- und Gebäudeverwaltung Achim (GGA) aufstocken oder eben die Arbeit an anderen Stellen vernachlässigen – diese Alternativen stellen sich jetzt.

Zwar wurde etwa das beeindruckende Haus an der Obernstraße 13 verkauft, und das Bierdener Feuerwehrhaus wechselt ebenfalls nach längeren Anstrengungen den Besitzer. Auf der anderen Seite gibt es erhebliche Mehraufgaben und damit Folgekosten durch Sanierung, Aus- und Neubauten im Schul- und Kindertagesstättenbereich.

GGA-Leiter Steffen Zorn nannte in der jüngsten Sitzung des Bauunterhaltungsauschusses unter anderem die Kita-Bauvorhaben in Achim-Mitte und Bierden, sowie die in den Osterferien startende, umfassende Kernsanierung der Grundschule Uphusen.

Außerdem bleibt laut GGA abzuwarten, inwieweit „die aktuelle Flüchtlingsproblematik und der dadurch entstehende Bedarf an Wohnraum“ die Lage beeinflussen.

Das „strategische Ziel des Rückzugs der Stadt als allgemeiner Vermieter“ könnte deutlich eingeschränkt werden. Das gilt etwa beim neu erworbenen Wohnhaus an der Straße „Am Scheefmoorgraben“. Es war eigentlich zwecks „mittelfristiger Weiterentwicklung des Gewerbegebiets Achim Ost“ gekauft worden und wird nun als Flüchtlingsunterkunft weiter benötigt.

Das Budget der GGA müsse angesichts all dieser Umstände deutlich erhöht werden, forderte Bernd Junker (SPD) im Ausschuss. Auch personelle Verstärkung sei angebracht.

Sein entsprechender Antrag wurde jedoch mit vier zu drei Stimmen abgelehnt, nachdem Bürgermeister Ditzfeld angeraten hatte, darüber erst bei den Haushaltsberatungen zu entscheiden.

Larne Sprenger (CDU) fand ebenfalls, es müsse zunächst geprüft werden, ob vielleicht die Fremdvergabe bestimmter Leistungen der GGA nicht kostengünstiger sei. Auf jeden Fall sei die GGA offenbar unterfinanziert für kommende Aufgaben, und der Handlungsbedarf sei erkannt, ließ Walter Rau (SPD) fürs Protokoll der Sitzung festhalten.

Zur Uphuser Schule hatte Zorn noch erläutert, dass nach Start der Erweiterungsmaßnahmen die Rohbauarbeiten in den Sommerferien angepackt werden.

Nach jetziger Zeitplanung könnten ab Schuljahr 2017/2018 die zusätzlichen Räumlichkeiten auch für zwei Hortgruppen genutzt werden.

la

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