Proteste stoppen die Fällaktion im Achimer Stadtwald nicht mehr

„Schlimmer als bei der Bundeswehr“

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Bäume sind in Uesen auch weit weg von Häusern gefällt worden.

Achim - Es war wohl jetzt in der Sitzung des Achimer Umweltausschusses das letzte Aufbegehren gegen die Fällaktion im Achimer Stadtwald, bei der 116 Bäume umgehauen werden. Die Stadt begründet das mit ihrer Verkehrssicherungspflicht. Wie unsere Zeitung aber mehrfach berichtet hat, sind auch etliche alte Eichen, die noch kerngesund sind und von den keine Unfallgefahr ausgeht, weggesägt worden.

Die Uesenerin Ingvild Pöhls beklagte, eine solche Waldzerstörung habe es auch zu Zeiten der Bundeswehr in Achim nicht gegeben, die den Stadtwald im Öllager für ihre Übungszwecke nutzte. Geradezu ein Hohn sei es da, wenn Schilder im Stadtwald die Besucher zu schonendem Umgang mit der Natur aufforderten. Auch andere Bürger waren entsetzt, welch ein Bild der Verwüstung teilweise angerichtet worden sei. Zudem seien auch Bäume in viel größerem Abstand als fünf Meter zu Häusern beseitigt worden.

Anwohner und Ex-Soldat Jürgen Harder widersprach, Fällen und Anpflanzen gehörten zur natürlichen Pflege eines Waldes.

Achims 1. Stadtrat Bernd Kettenburg verwies darauf, dass die Stadt die zu fällenden Bäume in Absprache mit zwei Förstern festgelegt habe und von der Naturschutzbehörde habe genehmigen lassen.

Achims Umweltbeauftragte Marion C. Rusch versicherte, dass die nach Frost und Tauwetter durch schweres Gerät zerfahrenen wichtigsten Wege wieder hergestellt würden. Herfried Meyer (SPD) hatte mangelnde Information durch die Stadtverwaltung vor der Aktion beklagt, allerdings hatte der Stadtrat selbst solche Aktionen der Stadtverwaltung übertragen.

Die Forderung der Grünen und des Nabu, die Rodung zu stoppen wurde nicht mehr behandelt, da sie jetzt ohnehin zu spät kommt.

mb

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