Drei Achimer Betriebe gehen bei Arbeiten an Schule neue Wege, um Nachwuchs zu gewinnen

Profis leiten Kinder zu Handwerk an

Zusammen mit Profis von „Köster Bedachung“, Maler Buschmann und der Fenster- und Türen-Frma Bindemann setzten Grundschüler das „Paulihaus“ instand. Foto: hemmen

Achim – „Wir müssen das Handwerk für junge Leute wieder attraktiv machen.“ Sagen Marc Köster von „Köster Bedachung“, Lars Buschmann vom Malerbetrieb Dieter Buschmann und Torsten Bindemann, Fachfirma für Fenster und Türen. Die drei Juniorchefs der genannten Achimer Familienunternehmen belassen es nicht bei Worten, sie binden bei Bau- und Renovierungsarbeiten an örtlichen Schulen dortige Kinder und Jugendliche aktiv mit ein.

Bereits bei der Instandsetzung eines Geräteschuppens an der Liesel-Anspacher-Schule leiteten Profis der Firma Köster interessierte Hauptschüler aus höheren Jahrgangsstufen zur Mitarbeit an. Ein junger Mann, der bei der handwerklichen Tätigkeit mit besonders viel Eifer und Können bei der Sache war, absolviert inzwischen eine Ausbildung in dem Achimer Dachdecker-Betrieb.

Solch ein Praktikum kann also die Berufswahl beeinflussen. Auch wenn natürlich längst nicht alle Projektteilnehmer im Handwerk landen, weiß Marc Köster: „Der Stolz auf das Geleistete und die dafür erhaltene Wertschätzung werden eine nachhaltige Erfahrung für die Schüler bleiben.“

Vor diesem Hintergrund haben die genannten drei Handwerksbetriebe nun an der Schule am Paulsberg gemeinsame Sache gemacht. Als es darum ging, das „Paulihaus“, den Geräteschuppen, zu renovieren, beteiligten die Unternehmen in Absprache mit der Schulleitung die Schüler an den Arbeiten. Am Paulihaus wurde für diesen Zweck sogar ein kindgerechtes Gerüst aufgebaut.

Beim Dach eindecken, Malen und Fensterrenovieren werkelten Jungen und Mädchen unter Anleitung von Fachkräften mit. „Dabei hatten wir die Gelegenheit, die handwerklichen Arbeiten zu erklären und auch die noch immer vorherrschende Meinung, das Handwerk sei ein schmutziger, gefährlicher und schlecht bezahlter Job, weitestgehend zu entkräften“, merken Lars Buschmann und Marc Köster an.

Nicht unerwähnt lassen die jungen Unternehmer zudem die „strahlenden und stolzen Kinder“, die mit eigener Hände Arbeit dazu beigetragen hätten, nachhaltige Werte zu schaffen. „Womöglich entscheiden sie sich später bei der Berufswahl für das Handwerk.“  hem

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