Kripo-Experte über Gefahren im Internet 

„Das Problem sitzt vor dem Rechner“

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Joachim Kopietz rät zu Vorsicht im Internet, in dem auch Ganoven unterwegs sind. 

Achim - „Das Problem sitzt immer vor dem Rechner“, sagt Joachim Kopietz. „Der Nutzer ist für seinen Computer selbst verantwortlich“, so der Präventionsbeauftragte der Polizei, der am Donnerstag im Schützenhof auf einer Veranstaltung des Vereins „Gemeinsam mit Senioren“ sprach. Er riet den Senioren, ein eigenes Benutzerkonto anzulegen und nicht mit dem Administratoren-Konto in das Internet zu gehen. Das sei sonst, wie wenn man die Haustüre offenstehen lasse.

Außerdem sei es wichtig, das Computersystem immer zu aktualisieren, da veraltete Systeme angreifbarer seien.

Zur sicheren Computernutzung seien regelmäßige Updates von am besten kostenpflichtigen Antivirenprogramm, Betriebssystem, Firewall sowie ein aktueller Internetbrowswer sehr wichtig.

Die größte Gefahr, sich Viren einzufangen, liege im Bereich der E-Mails, so Kopiez. Deshalb sei es wichtig, personalisierte E-Mails von unbekannten Absendern nicht zu öffnen, sie zu löschen.

Über einen Trojaner und die E-Mails könne der Feind fast alle Kontakte des Angegriffenen ausspähen. Deshalb solle man auch niemals ein Passwort für verschiedene Zwecke benutzen, weil der Angreifer sonst freie Bahn habe. Für Passwortänderungen, also ein neues Passwort, sollte man sich ein zweites E-Mail-Konto oder eine Benachrichtigung per Telefon einrichten, damit im Falle eines Hacks auf das erste E-Mail Konto die Daten von Online-Banking und Co. nicht freigegeben werden.

Gerade auch im Umgang mit den eigenen Bankdaten sollte man sehr vorsichtig sein und diese nicht leichtfertig herausgeben. Auch beim Online-Shopping ist Vorsicht geboten, da gerade hier viele listige Abzocker am Werk sind: „Die Kriminellen nutzen die Gier und die Fahrlässigkeit der Opfer dreist aus“, analysiert Kopietz.

Oft werden nur billige Imitationen von Markenartikeln angeboten oder existiert die bestellte Ware nur virtuell. Deshalb auch besser nicht im Voraus bezahlen. Als Kunde solle man immer darauf achten, ob ein Online-Shop ein Impressum hat.

Um die eigenen Geräte zu sichern, ist es nach Aussage des Experten sehr wichtig, das eigene W-LAN zu verschlüsseln und nicht den Standardschlüssel zu benutzen, da dieser den Kriminellen meistens bekannt sei.

Vorsicht ist auch bei der Smartphonenutzung geboten. Vor allem im Umgang mit Apps sollte man immer überprüfen, worauf die App Zugriff nehmen will.

Zum Abschluss las der Kripomann den Senioren Spam-E-Mails vor, die er trotz Firewall der Polizei erhalten hatte, von Sex bis Abzockerei, die bei den Senioren für Erheiterung sorgten. 

sg

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