Projekt des Jugendtheaters Achim mit Miguel und Maja in den Hauptrollen

Proben für „Fack ju Göthe“

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Die Achimer Theatergruppe mit Theaterpädagoge Simon Oelsner übt für die Premiere im April.

Achim - „Lampenfieber“, sagt Miguel, „kenne ich nicht“. Außerdem kann der 14-jährige Realschüler schnell lange Texte auswendig lernen. Gute Voraussetzungen, um überzeugend auf der Bühne zu agieren. Das fand auch der Theaterpädagoge Simon Oelsner.

Er probt derzeit mit Jugendlichen im Kulturhaus Alter Schützenhof (Kasch). Im April will das Jugendtheater Achim, das von der Sozialpädagogischen Familien- und Lebenshilfe (Sofa) initiiert wurde und im August mit den Proben begann, mit dem Stück „Fack ju Göthe“ Premiere feiern.

Die Theateraufführung verarbeitet Sequenzen aus dem gleichnamigen Kinofilm. „Die Texte von Shakespeare sind zwar großartig“, sagt Oelsner, „aber Kinder und Jugendliche gewinnt man für das Theater besser mit populären Stoffen.“

Überrascht, die Hauptrolle bekommen zu haben

Miguel ist in der Dienstagsgruppe des Jugendtheaters, eine zweite probt am Freitag, der einzige Junge. Dass er als Hauptrolle besetzt wurde, habe ihn am meisten überrascht. Seine Freunde, sagt Miguel, finden es witzig, dass er sich so für das Theaterspielen interessiert. Für ihn ist es normal: „Ich stehe gerne auf der Bühne. Bei der 1.000-Jahr-Feier Badens habe ich vor einem großen Publikum gesungen.“ Das Schauspielern als Beruf möchte er dennoch nicht ergreifen: „Ich würde gerne Architekt werden.“

Eine zweite Hauptrolle spielt Maja. Sie ist zwölf und Schülerin des Cato-Bontjes- van-Beek-Gymnasiums. Es habe sie sehr gefreut, als Simon Oelsner, der bei diesem Theaterprojekt Unterstützung erhält von den örtlichen Schulen, ihr mitteilte, dass sie eine Hauptrolle in dem Stück spielen werde. Gefreut hätten sich auch ihre Freunde: „Nur ein oder zwei sind auch ein bisschen neidisch gewesen.“

Den Handlungsrahmen für das Bühnenspiel steckt Theaterpädagoge Oelsner. Er lockert die jugendlichen Akteure und schafft eine Atmosphäre, in der die Neugier auf das Kommende als treibende Kraft wirkt.

Dennoch ist das Ziel nicht einfach zu erreichen: „Theater funktioniert nur, wenn die Schauspieler und das Publikum denselben Traum träumen.“  - häg

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