Raiffeisen-Markt schließt dort Ende Juni

Post in Achim zieht es an die Feldstraße

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Anstelle des Raiffeisen-Markts könnte dort die Post ein Verteilzentrum errichten. Allerdings ist die Genehnigung offen.

Achim - In der Achimer Innenstadt könnte es schon bald einen spektakulären Standortwechsel eines Unternehmens geben. Die Deutsche Post AG trägt sich mit dem Gedanken, ihr angestammtes Gelände am Bahnhof zu verlassen und an die Feldstraße 7 zu ziehen. Der dortige Raiffeisen-Markt schließt Ende Juni.

„Die Umsätze haben sich nicht so entwickelt wie gewünscht“, erläuterte Filialleiter Sven Guderjahn gestern auf Nachfrage, warum das Geschäft aufgegeben wird. Die Raiffeisen-Warengenossenschaft Heidesand mit Sitz in Scheeßel hatte vor Jahren das zwischenzeitlich länger brach gelegene Grundstück an der Feldstraße 7 erworben und den Markt in Achim im Mai 2011 eröffnet. Doch die Hoffnungen auf gute Geschäfte auf der 800 Quadratmeter großen Verkaufsfläche und dem Außengelände, wo unter anderem Pflanzen angeboten werden, erfüllten sich nicht.

Wie zu erfahren war, verhandelt die Firma Heidesand, der auch das benachbarte Grundstück an der Feldstraße 5 gehört, nun mit der Post über eine Nachnutzung des Areals. Das Bundesunternehmen will die angemietete großflächige Immobilie am Bahnhof loswerden. Denn Kunden können in dem Gebäude schon längst keine Briefe oder Pakete mehr aufgeben oder andere Dienstleistungen der Post in Anspruch nehmen, lediglich Schließfächer stehen dort noch zur Verfügung, vor allem aber dient die Niederlassung als Verteilzentrum. Dieser Betrieb mit dem dazugehörigen Fahrzeugpark wird womöglich auf das Grundstück der Raiffeisen-Warengenossenschaft verlagert. Maike Wintjen, Pressesprecherin der Post AG für Norddeutschland, sah sich gestern auf Anfrage dieser Zeitung hin außerstande, zu dem Vorhaben näher Stellung zu nehmen.

Ungeklärt ist, ob solch ein Verteilzentrum mit zu erwartendem erheblichen Fahrzeugverkehr an der Feldstraße überhaupt angesiedelt werden darf. Nach Angaben von Bürgermeister Rainer Ditzfeld liegt das betreffende Grundstück in einem „allgemeinen Wohngebiet“. Dort sei Einzelhandel erlaubt, „aber kein anderes Gewerbe“. Bei dem Betrieb der Post handele es sich „ja wohl eher um Logistik“, sagte Ditzfeld auf Nachfrage der Redaktion. Der Landkreis als Baugenehmigungsbehörde prüfe derzeit, was an der genannten Adresse zulässig ist und was nicht.

Der Bürgermeister und Martin Balkausky, Wirtschaftsförderer im Rathaus, sind sich indes einig, dass sie den angedachten Standort für die Post grundsätzlich für ungeeignet halten. Es gelte ja, die Kaufkraft vor Ort zu verbessern und die Kunden in der Fußgängerzone und rundherum mit einem möglichst breiten Warenangebot zu locken. Ditzfeld: „Die Stadt hat natürlich ein klares Interesse daran, diese Fläche in der Innenstadt mit recht vielen Parkplätzen für den Einzelhandel zu erhalten.“

mm

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