Infos am Achimer Bahnhof über wirksame Sicherung

Polizei klärt direkt am Haupttatort über Fahrraddiebstähle auf

Polizeikommissarin Anna Winter informiert einen Reisenden über den Schutz vor Fahrraddiebstahl.

Achim - Es gab zwar in den vergangenen fünf Jahren einen deutlichen Rückgang der Fahrraddiebstähle in Achim und Umgebung. 205 Fälle aber waren es 2016 immer noch, erklärte Hauptkommissar Jürgen Brüns, Leiter Streifendienst bei der hiesigen Polizei.

25-mal „verschwanden“ Räder vom Achimer und 12-mal vom Badener Bahnhof. „Unsere Aufklärungsquote liegt bei 17 Prozent, zwar deutlich über dem einstelligen Landesdurchschnitt, aber das wollen wir noch verbessern“, betonte Bruns. Daher jetzt auch diese Präventionsmaßnahme.

Polizeikommissarin Nadine Lerch hatte in den Vormonaten das Konzept entwickelt. Mit einem selbst entworfenen Plakat, Informationsbroschüre, einem vorschriftsmäßig gesicherten Fahrrad samt überdimensionalem Schloss und vier Kollegen lief die Aktion sozusagen direkt am Haupttatort – dem Achimer Bahnhof.

In der Zeit von 14 bis 18 Uhr wurden An- und Abreisende über wirksame Sicherung von abgestellten Fahrrädern aufgeklärt.

Die Schlösser etwa dürfen nie mit einfachen Mitteln zu „knacken“ sein. Das Fahrrad sollte auch immer angeschlossen sein, damit es nicht so leicht wegzutransportieren ist. Wer lediglich das Hinter- oder Vorderrad blockiere, riskiere im Ernstfall seinen Versicherungsschutz.

Das große rote Schloss verdeutlicht, wie sicher ab- und angeschlossen wird. - Fotos: Hemmen

Auch in Fahrradabstellräumen sollten die Besitzer immer mit geeigneten Mitteln ihr Fahrrad an einem festen Gegenstand verankern, rieten die Beamten der Achimer Polizeidienstelle immer wieder freundlich Passanten.

Die Broschüre mit wertvollen Tipps und die Fahrradpass-Ausgabe – ein solcher Pass hilft der Polizei im Fall des Falles bei der Fahndung weiter – fanden großen Anklang bei den Angesprochenen.

Das Fazit von Polizeikommissarin Lerch war denn auch äußerst positiv. Sie berichtete von netten und konstruktiven Gesprächen mit den Reisenden.

„Die meisten wussten aber gar nicht, dass die Versicherung nicht zahlt, wenn das gestohlene Fahrrad nicht an einen festen Gegenstand angeschlossen ist“, stellte sie fest.

Die Präventionsmaßnahme wird bis September 2017 in unregelmäßigen Abständen an den Bahnhöfen Achim, Baden, Ottersberg und Oyten wiederholt.

Broschüre mit Tipps zum Schutz vor Fahrraddiebstahl und Fahrradpässe seien auch in der Polizeidienststelle Achim verfügbar, hob Streifendienstleiter Jürgen Brüns noch hervor. - hem

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