Politik folgt Wunsch der Astrid-Lindgren-Schule / Kompromiss für Spielplatz

Zaun soll Schüler schützen

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Die Stadt will den Hof der Astrid-Lindgren-Schule für ungebetene Besucher abriegeln und damit die Schülerinnen und Schüler dort besser schützen. Archivfoto: Hemmen

Achim - Der Hof der Astrid-Lindgren-Schule soll schon bald für ungebetene Besucher während der Unterrichtszeiten tabu bleiben. Einhellig sprach sich gestern der Schulausschuss des Stadtrats dafür aus, in Richtung des Kleinspielfelds an der Magdeburger Straße einen Zaun mit zwei Toren zu errichten. Die sollen jedoch nur außerhalb des Schulbetriebs geöffnet werden.

Die Stadtverwaltung hatte mit Blick auf die Finanzen genau den entgegengesetzten Beschlussvorschlag unterbreitet. Zum einen müssten für eine Zaunanlage rund 10000 Euro aufgewendet werden. Schwerer wiege aber noch, dass die Europäische Union einst die Gestaltung des Schulgeländes nur unter der Maßgabe gefördert habe, dass der dortige Spielplatz für die Bewohner des Magdeburger Viertels und andere frei zugänglich sein müsse, erläuterte Fachbereichsleiterin Wiltrud Ysker. Sollte das nun geändert werden, drohe der Stadt eine Rückzahlung von 33000 Euro an die EU. Ob das tatsächlich so kommt oder ob es in der Zaunfrage nicht doch etwas Spielraum für die Kommune gibt, vermochten weder Ysker noch Vize-Verwaltungschef Bernd Kettenburg zu beantworten.

Zu Beginn der Sitzung hatten Vertreter der Schule massiv auf diese Lösung gedrängt. „Wir verlangen die Errichtung eines Schulzauns zur Sicherheit unserer Kinder“, lautete die Ansage des Elternratsvorsitzenden Marcus Böttger, der eine Liste mit 100 Elternunterschriften an Bürgermeister Rainer Ditzfeld übergab. Die 180 Grundschüler könnten jetzt nicht hinreichend auf dem Hof beaufsichtigt werden und würden zudem durch neugierige Passanten vom Unterricht abgelenkt, berichteten Rektorin Jutta Hilgenböcker und Konrektorin Katharina Matthes.

Petra Geisler (SPD) unterstrich das Gesagte. Auch nach ihren Beobachtungen nutzten etliche Erwachsene aus dem Viertel täglich das Schulgelände als Abkürzungsstrecke und bildeten damit ein Gefährdungspotenzial für die Grundschüler. Deshalb habe sie ja zusammen mit ihrer Genossin Tanja Tarnowsky-Hoppmann auch den Antrag für einen Zaunbau gestellt.

Der schließlich von allen Fraktionen unterstützt wurde. Rüdiger Dürr (CDU) sprach von einer „gut gemeinten Idee“, den Schulhof zu öffnen, was sich aber eben in der Praxis als problematisch erwiesen habe. Er wollte einen geschlossenen Zaun haben.

Gabriele Sommer (Grüne) hielt es dagegen für sinnvoller, eine Begrenzung zu schaffen, den Spielplatz jedoch nachmittags, an den Wochenenden und in den Ferien für alle zugänglich zu machen.

mm

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