Platz für 82 kleinere Wohnungen

Entwurf für „autoarmes“ Runken-Quartier steht größtenteils

Auf dem Gelände der früheren Textilfabrik Runken wurde eine alte Halle abgerissen. Dort sollen nun bis zu viergeschossige Mietwohnungen und ein Pflegeheim entstehen.
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Auf dem Gelände der früheren Textilfabrik Runken wurde eine alte Halle abgerissen. Dort sollen nun bis zu viergeschossige Mietwohnungen und ein Pflegeheim entstehen.

Achim – „82 dringend benötigte kleinere Wohnungen, die höchstens 75 Quadratmeter groß sind und zu 20 Prozent sozial gefördert werden, sollen im neuen Runken-Quartier entstehen“, informierte Christa Meiering, Leiterin der Stadtplanung im Rathaus, in der jüngsten Sitzung des Ratsausschusses für Wirtschaft, Stadtentwicklung und Klimaschutz. Ein weiterer Investor wolle auf dem Gelände außerdem 80 Pflegeplätze schaffen.

Das Quartier zwischen der Bremer Straße, Roggen- und Weizenkamp sowie dem Winterweg solle „autoarm“ werden. Ein entsprechendes Mobilitätskonzept sei zusammen mit Anwohnern entwickelt worden.

Für das größere Teilgebiet A sei der „Abstimmungsprozess“ inzwischen abgeschlossen, für B mit Flächen im Eck zwischen Weizenkamp und Winterweg noch nicht, teilte Meiering mit. Der Ausschuss war einträchtig mit den Stimmen von SPD, CDU, Grünen und FDP dafür, die Bauleitplanung für das auf dem früheren Grundstück des Bekleidungsherstellers Runken liegende Hauptareal mit der öffentlichen Auslegung des Entwurfs voranzubringen.

Der Abriss einer alten Gewerbehalle eröffnet auf der Fabrikbrache an der Ortsteilgrenze zwischen Achim und Bierden Platz für Wohnbebauung – und die geht in die Höhe. Die Mietshäuser sollen bis zu vier Vollgeschosse umfassen, verriet Stadtplanerin Layla Smorra und nannte weitere Einzelheiten. Vorgesehen seien eine „klimafreundliche Bauweise“ und eine nachhaltige Energieversorgung durch Luftwärmepumpen. Der Entwurf schreibe außerdem vor, dass die Flachdächer bis zu 80 Prozent zu begrünen oder aber mit Fotovoltaikanlagen auszustatten sind. Geneigte Dächer seien rot oder anthrazit-farben zu gestalten.

Zunächst soll der östliche Bereich des Runken-Quartiers entwickelt werden. Teil B ist noch in Planung. skizze: Stadt

In einer sogenannten Quartiersgarage sollen sämtliche Parkplätze für das Neubauviertel konzentriert werden. Der Stellplatzschlüssel betrage 1,35 pro Wohneinheit, sagte Smorra. Zum Mobilitätskonzept gehörten desweiteren Car- und Lastenrädersharing, Abstellmöglichkeiten für Fahrräder und vergünstigte ÖPNV-Tickets.

Das Runken-Quartier wird nach Angaben der Planerin ein Mischgebiet aus Wohnen und im Randbereich auch weiterhin Gewerbe sein. Die Binnendüne und der Baumbestand blieben erhalten, versicherte sie. Das Wohnviertel werde durch einen Fuß- und Radweg erschlossen. Der zentrale „Runken-Platz“ solle mit seiner Grünfläche als Ort der Begegnung für die Bewohner dienen.

Alles sozusagen „im grünen Bereich“? Für Petra Geisler (SPD) nicht ganz. Sie bemängelte, dass der Entwurf für das Pflegeheim eine Grundflächenzahl von „bis zu 0,9“ ermögliche. Dieses erlaubte hohe Maß an Versiegelung werde der Investor sicherlich ausnutzen, meinte die Sozialdemokratin. Besser wäre es nach ihrem Dafürhalten gewesen, wenn die Stadt hier einen höheren Grünanteil festgelegt hätte. Smorra verwies auf eine geplante Ausgleichsfläche im Stadtwald. Dort solle auf 1 100 Quadratmetern „schlecht gedeihender Magerrasen“ durch hochwertigere Anpflanzungen ersetzt werden.

Auf Nachfrage von Christine Vornholt (Grüne), ob der Winterweg im Zuge der Quartiersentwicklung an die Bremer Straße angebunden werde, antwortete Smorra mit „nein“. Das sei nicht geplant, da es ein Stück weiter bereits die Kreuzung der Bierdener Kämpe mit der L 158 gebe.

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