Planerin stellt Entwicklungskonzept für Achim vor / Im Sozialausschuss fehlte es

„Noch viele Krippen nötig“

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Symbolbild

Achim - Das sogenannte Integrierte städtische Entwicklungskonzept (Isek) 2014 bis 2020 hält allerlei interessante Daten und Fakten für Achims nahe Zukunft bereit. Stadtplanerin Angelika Steinbach stellte das fortgeschriebene Kramer-Gutachten am Dienstag im Stadtentwicklungsausschuss auszugsweise vor.

„Enttäuschend, dass die darin enthaltenen Zahlen für den Krippen- und Kita-Bedarf einen Tag vorher in der Sitzung des Sozialausschusses nicht zur Hand waren“, kritisierte Karl-Heinz Lichter (CDU).

Steinbach räumte ein, dass Isek auch am Montag schon vorgelegen habe. Warum die Stadtverwaltung jedoch nicht in der Lage war, dem nach Handlungsanleitungen in Sachen Krippen- und Kita-Plätze gierenden Sozialausschuss die betreffenden Kapitel nahe zu bringen, blieb in der Sitzung am Dienstag unbeantwortet.

„Aufgrund der in der Stadt verzeichneten hohen Wanderungsgewinne und der veränderten Nachfrage der Eltern nach umfangreichen Betreuungszeiten nimmt vor allem der Betreuungsbedarf zu“, heißt es im Isek. Für eine Bedarfsspitze in den Jahren 2017 bis 2021 seien die Betreuungskapazitäten in Achim „temporär in erheblichem Umfang zu erweitern“.

Besonders für den Krippenbereich sieht das Entwicklungskonzept Handlungsbedarf, der zu „großen finanziellen Herausforderungen“ für die Stadt führen werde. Die derzeit 13 Gruppen mit jeweils 15 Kindern reichten bei weitem nicht aus, für unter Dreijährige müsse im Stadtgebiet „eine erhebliche Anzahl zusätzlicher Krippengruppen“ eingerichtet werden.

Auch bei Kindern von drei Jahren bis zum Schuleintrittsalter gibt es laut dem Isek „in allen Ortsteilen“ einen Mangel beim Betreuungsangebot. Die derzeitigen Kapazitäten reichten erst „ab 2024/2027“ wieder zur Bedarfsdeckung. Nachfrage von Eltern nach weiteren Kita-Gruppen bestehe im Ganztags- und Dreivierteltagsbereich.

Eine Ursache für den wachsenden Betreuungsbedarf ist der Bauboom in Achim. 2013 wurden dem Isek zufolge 140 Wohngebäude im Stadtgebiet erstellt, im gesamten Landkreis waren es 360. „In keiner Stadt oder Gemeinde im Landkreis nahm der Wohnungsbau so stark zu wie in Achim“, zitierte Stadtplanerin Steinbach aus dem Papier.

Nach Angaben des Gutachtens wird die Einwohnerzahl bis mindestens 2017 konstant um die 30000-Marke pendeln. Danach werde Achims Bevölkerung aufgrund der deutlich höheren Zahl der Sterbefälle gegenüber den Geburten jedoch sinken.

Noch Fragen? Das gesamte Gutachten will die Stadt in einigen Wochen der Öffentlichkeit präsentieren.

Alle Fraktionen stimmten am Dienstag schon mal dafür, die aus dem Isek „abgeleiteten Handlungsschwerpunkte und Entwicklungsmaßnahmen zielführend weiter zu entwickeln“. Gegen die Stimmen der CDU und von Wolfgang Heckel (WGA) soll das Konzept auch die Grundlage für die Antragstellung von Städtebaufördermitteln 2015 für die Gestaltung des Lieken-Geländes und des Bahnhofsumfeldes bilden.

mm

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