23-Jähriger tritt in Achim-West an

Pirat will einen Sitz erobern

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Florian Tenhaken

Achim - Auch ein Pirat will einen Sitz im Stadtrat kapern. Florian Tenhaken (23) kandidiert im Wahlbereich Achim-West für die Partei, die ihren Höhepunkt bei der Bundestagswahl hatte.

Vor zehn Jahren ist er aus Nordrhein-Westfalen nach Achim gekommen, hat nach dem erweiterten Realschulabschluss das Fachabitur an der BBS in Delmenhorst gemacht und studiert heute an der Hochschule Btemen Medieninformatik.

Ein piratischer Kommilitone hat ihn, der der Partei nicht angehört, zur Kandidatur überredet, und der parteilose Piraten-Sympathisant hat für Achim auch schon einige ganz konkrete Ideen.

So meint er, dass das von der Sozialpädagogischen Lebens- und Familienhilfe betriebene Jugendzentrum in der Langenstraße ausgebaut werden, viel mehr Zeiten für junge Leute bieten müsse. Möglich wäre das wohl, wenn die Stadt dem Verein Sofa mehr Geld zuschösse. Florian Tenhaken jobt im Rewe-Markt der Marktpassage und erlebt oft genug, wie oft abends dort Jugendliche herumlungern. Ein Jugendtreff wäre da sinnvoll.

Ein Einkaufszentrum auf dem Lieken-Gelände lehnt er ab und schlägt statt dessen vor Studentenwohnungen dort zu errichten, wo der Bahnhof in der Nähe liege und Bremen doch drei Universitäten beziehungsweise Hochschulen habe. Er weiß, dass das nur eine Anregung für die privaten Grundstückseigentümer und mögliche Investoren sein kann.

Die Fußgängerzone kann nach seiner Ansicht belebtwerden, wenn die Stadt Start- up-Unternehmen auch finanziell fördert und Jugendliche durch kostenloses Internet in die City gezogen werden.

An der Liesel-Anspacher-Schule, die wohl zu einer Integrierten Gesamtschule wird, sollte ein Schulgarten mit verzehrbaren Gemüse und Obstsorten geschaffen werden, meint er. In Verbindung mit der Küche der Schule könnte so Jugendlichen, die in Häusern ohne Garten wohnen, in der Freizeit und auch Schülern in Unterricht und Arbeitsgemeinschaften rund um Biologie und gesunder Ernährung viel geboten werden.

Schwimmen im Freibad und PC-Programme oder News für eine Pokemon-Community schreiben gehört zu den Hobbies des 23-Jährigen. Als allerdings in den Sommerferien alkoholisierte Pokemonjäger die halbe Nacht vor seiner Wohnung am Rathauspark lärmten und ihn um den Schlaf brachten, hat ihn das schon genervt.

Einen Lieblingsspruch hat der Kandidat:: „Ich mache den gleichen Fehler nicht zwei- oder dreimal, sondern lieber fünf- und sechsmal, um sicherzugehen.“

Der Spruch passe zu ihm und seinem Leben. Mehr verrät er nicht. - mb

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