St.-Matthias-Gemeinde erhält moderne Verstärkeranlage / Erste Mikrofone 1985

Pfarrer ist wieder zu hören

Angelika Hilken vom Pastoralrat und Norbert Hunfeld stehen vor der neuen Steuerungstechnik und halten die alte Anlage in den Händen. Der 82-Jährige hatte diese 1985 eingebaut. - Foto: Mix

achim - Wenn die Worte des Priesters nicht bis zu den in den Kirchenbänken versammelten Gläubigen durchdringen, nützt die beste Predigt nichts. Besucher der Gottesdienste in der katholischen St.-Matthias-Kirche in Achim hörten zuletzt immer weniger, was vorne am Altar oder Ambo gesagt wurde. „Über die alten Mikrofone war der Pfarrer kaum noch zu verstehen“, sagt Angelika Hilken vom Pastoralrat.

Beim Aschermittwochsgottesdienst vorgestern Abend gab es dieses Problem nun nicht mehr. Ansprachen, Gebete und Gesang kamen klangvoll rüber, drangen den Kirchgängern in lange vermisster Weise ans Ohr. Denn im Laufe des Tages hatten Mitarbeiter der Firma Seis-Akustik aus Ronnenberg bei Hannover in der Kirche an der Meislahnstraße die frisch eingebaute Verstärkeranlage betriebsbereit gemacht.

Projektleiter Andreas Rezler zeigte und erläuterte Hilken, Küsterin Luise Adeberg und Dieter Meyer, Leiter der Band und des Chores „Alegria“, am Schaltkasten in der Sakristei die neue digitale Technik. Je nachdem, ob die Kirche voll oder weniger gut besucht ist, sollte der Lautstärkeregler bei der Anlage für eine optimale Akustik in den einzelnen Bankreihen und im gesamten Gotteshaus auf einer unterschiedlichen Stufe eingestellt werden, legte er ihnen unter anderem nahe.

17 000 Euro habe sich die St.-Matthias-Gemeinde die moderne Technik kosten lassen, informierte Hilken auf Nachfrage. Verschiedene Anforderungen und Wünsche seien dabei berücksichtigt worden. So hätten Mitarbeiter der Firma auch Induktionsschleifen für Hörgeräteträger im Kirchenraum verlegt. „Und zwar flächendeckend ringsherum, um auf allen Plätzen eine gute Akustik zu garantieren.“

Bei der Installation und Inbetriebnahme der neuen Anlage war auch Norbert Hunfeld mit dabei. Mit sichtbar großem Interesse und heißem Herzen verfolgte der 82-Jährige die letzten Schritte des Einbaus – die für die Feinabstimmung der Digitaltechnik erforderlichen Schaltproben, das Überprüfen der Akustik, das Hochfahren und Runterregeln des Tons.

Hunfeld, der sich selbst als „technikbegeistert“ bezeichnet, hatte 1985 die erste, jetzt ausgemusterte Lautsprecheranlage in der St.-Matthias-Kirche eingebaut. Er erinnert sich noch gut daran, wie es dazu kam.

„Damals veranstaltete der Kirchenvorstand eine Umfrage unter den Gottesdienstbesuchern nach den akustischen Verhältnissen in den unterschiedlichen Bankbereichen“, berichtete Hunfeld am Rande der Einweisung für das neue Modell. Ähnlich wie zuletzt hätten die meisten auch seinerzeit darüber geklagt, dass der Pfarrer oder Lektor nicht gut zu hören sei. „Das Ergebnis war dann: Eine Anlage ist erforderlich.“

Norbert Hunfeld, der früher Rektor an der Achimer Hauptschule war, beschaffte „fünf Lautsprecher, drahtlose und normale Mikrofone, Sender und Empfänger, den Verstärker gab es schon“, und schloss alles an. Natürlich für weit weniger Geld als heute. „Das hat damals 5 000 Mark gekostet.“ - mm

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