830 000 Euro für stärkeres Achimer Herz

„Perspektive Innenstadt“ mit Hilfe vom Land

Eine lebendige Fußgängerzone gibt es bisher fast nur am Mittwoch und Samstag während des Wochenmarkts.
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Eine lebendige Fußgängerzone gibt es bisher fast nur am Mittwoch und Samstag während des Wochenmarkts.

Achim – „Perspektive Innenstadt“ heißt ein Sofortprogramm der niedersächsischen Landesregierung, aus dem Achim ein Förderbudget in Höhe von 755 000 Euro erhält. Zehn Prozent der Summe, also 75 500 Euro, muss die Stadt selbst dazu beisteuern. Die Verwaltung hat „verschiedene Handlungsfelder  / Projekte identifiziert“, um die Innenstadt „schnell, nachhaltig und wirksam zu unterstützen und zukunftsfähig zu machen“.

Damit befasst sich der Ratsausschuss für Wirtschaft, Stadtentwicklung und Klimaschutz, der am Donnerstag, 18. November, von 17 Uhr an öffentlich im Ratssaal tagt.

„Die Achimer Innenstadt muss wieder das Herz, das soziale und kommunikative Zentrum der Stadt werden, ein Treffpunkt von Menschen, die sich mit Waren und Dienstleistungen versorgen und etwas erleben wollen“, leitet die Verwaltung die Beschlussvorlage ein. Und listet dann von der Stabsstelle Wirtschafts- und Standortförderung / Märkte geplante einzelne Maßnahmen auf.

Als ersten Punkt benennt Sachbearbeiterin Anneke Luig das „Leerstandsmanagement“. Die Stadt will verwaiste Läden zeitweise für sogenannte Pop-Up-Stores anmieten, um dort Start-Ups, kulturellen oder gemeinnützigen Einrichtungen Raum zu geben, „mit dem Ziel, neue Nutzungsideen in der Innenstadt auszuprobieren und bei Erfolg dauerhaft zu etablieren“.

Mit Hilfe des Förderprogramms soll aber auch die „digitale Stadt“ mit dem Portal Achim24 weiter ausgebaut werden. Vorgesehen seien auf dieser Plattform unter anderem ein virtueller Innenstadtrundgang, ein digitaler Gutschein für die City und den Wochenmarkt sowie die digitale Assistenz für Unternehmen. Zudem will die Verwaltung die AzweiO-Mobilitäts-App als Beitrag zur Mobilitätswende und zum Klimaschutz mit einbinden.

Das Food-Festival soll in einer Neuauflage in Achim positioniert „und im Sinne des ökologischen Grundgedankens neu aufgestellt werden“. Eine mitten in der Fußgängerzone platzierte Kunstausstellung mit verschiedenen Skulpturen unter dem Titel „Die Alltagsmenschen“ sei dazu angetan, mindestens in der Region für Aufsehen zu sorgen. „Aufgrund der Erfahrungen in anderen Städten ist mit hohem fünf- bis sechsstelligen Zulauf an Besuchern zu rechnen“, merkt Luig an. Und nennt auch das Fotoprojekt „Gesichter Achims“, die in Schaufenstern gezeigt werden sollen, sowie fremdenverkehrsfördernde Vorhaben „in Abstimmung mit der Mittelwesertouristik“.

„Begrünung, Ruhe- und Erlebniszonen“ lautet die Überschrift für das nächste Handlungsfeld. Die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt soll durch „temporäre Gärten mit Sitzmöbeln und Grünpflanzen, Unterpflanzungen von Bäumen“ und anderem mehr deutlich erhöht werden.

Ein weiterer Kostenpunkt ist das Personal. Für das Projekt will die Stadt die Arbeitszeit von Anneke Luig von 30 auf 35 Wochenstunden erhöhen sowie externe Kräfte dazu holen.

Tue Gutes, aber rede nicht darüber? Nein, eine Marketingkampage soll alle geplanten Aktionen miteinander verknüpfen und crossmedial begleiten.

Gestartet wird jedoch mit der Projektmaßnahme Beleuchtung. „Ausbau der Lichtinstallationen, Illuminationen, Dekoration im öffentlichen Raum insbesondere zur Winterzeit“, heißt es in der Sitzungsvorlage der Verwaltung. Luig nennt beispielhaft Permanentbeleuchtungen für Bäume, beleuchtete Tiere sowie einen überdimensionalen „#achim“-Schriftzug. All das hat die Wirtschaftsförderungsabteilung kurzfristig in Auftrag gegeben, damit die Fußgängerzone noch in diesem Dezember in neuem Glanz erstrahlt. Die dafür fälligen Kosten in Höhe von 142 000 Euro werden ebenfalls zu 90 Prozent vom Land getragen, den kleinen Restbetrag steuert die Stadt bei.

Alle Projekte wurden nach Angaben der Verwaltung der NBank vorgestellt und im Gesamtbudget als förderfähig hinterlegt. Jede Einzelmaßnahme im Programm „Perspektive Innenstadt“ muss ein Mindestvolumen von 50 000 Euro aufweisen und spätestens Anfang 2023 abgeschlossen sein.

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