Personalausweis aus dem Automaten

Besonderer Service in Achim

Der Bürgermeister macht den Test: Rainer Ditzfeld durfte sich als Erster etwas aus dem Terminal holen.
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Der Bürgermeister macht den Test: Rainer Ditzfeld durfte sich als Erster etwas aus dem Terminal holen.

Achim – Wer seinen Personalausweis oder Reisepass abholen will, ist ab sofort deutlich flexibler: Ab Dienstagmorgen um 9 Uhr ist in Achim ein neuer Automat im Einsatz, der nach Eingabe eines Bar-Codes und bestimmter Daten das georderte Dokument zutage fördert. Bürgermeister Rainer Ditzfeld war am Montag der Erste, der in den Genuss dieses Services kam.

Allerdings holte er nicht den zuvor angekündigten Ausweis aus dem Automaten, sondern einen Gutschein für seine Mitarbeiterinnen – auch so etwas ist möglich, je nachdem, wie die Fächer vorher bestückt wurden.

Der Bürgermeister hat allen Grund, stolz zu sein, ist die Stadt Achim doch, was diesen Service betrifft, deutlich schneller als die meisten anderen Gemeinden Norddeutschlands. In den näheren Umgebung gibt es nur in Ganderkesee und Delmenhorst weitere „24 / 7 Smart-Terminals“ der Firma Kern für Kommunen, und die seien noch nicht freigeschaltet, so Ditzfeld erfreut: „Wir sind damit die Ersten im Landkreis Verden.“ Der allererste Terminal dieser Art wurde in Ludwigsburg aufgestellt, in ganz Deutschland gibt es gegenwärtig 26 davon. Kostenpunkt der Anschaffung: 25000 Euro.

Los geht’s: Anja Gründel (M.) mit den Mitarbeiterinnen Sandra Huß (l.) und Meike Söhl.

„Damit können wir den Service für die Bürger in Achim weiter verbessern“, sagt Ditzfeld. Rund um die Uhr, sieben Tage die Woche könne man jetzt die fertiggestellten Ausweise abholen. Anja Gründel, Leiterin des Bürgerbüros, betont aber auch, dass es keineswegs Pflicht sei, die Dokumente auf diesem Weg zu bekommen: „Wer will, kann sich nach wie vor einen Termin bei uns holen und den Ausweis per Hand übergeben lassen.“ Die Erfahrung aus anderen Städten zeige aber, dass der neue Service bereits gut genutzt werde.

In den kommenden Wochen wolle man testen, wie das Angebot angenommen wird, so Ditzfeld und Gründel unisono; zunächst gelte er – was die Dokumente betrifft – nur für Personalausweis und Reisepass, für später könne man sich vorstellen, den Service auf andere Dienstleistungen auszuweiten. „Wir werden sehen, wie es angenommen wird“, sagt Ditzfeld, der sich auch darüber freut, dass seine Mitarbeiterinnen etwas entlastet werden.

Und so geht‘s: Bereits bei der Antragstellung im Bürgerbüro kann jeder Bürger entscheiden, wie er sein Dokument abholen will. Wählt er das Abholen am Terminal, werden seine Kontaktdaten wie Mailadresse und Handynummer in ein webbasiertes System aufgenommen, das automatisch eine Buchungsnummer generiert. Treffen die bestellten Dokumente beim Bürgerbüro ein, werden sie von den Mitarbeiterinnen in eines der insgesamt 40 Fächer gelegt. Der auf seinen Pass wartende Bürger erhält eine SMS oder Mail und kann sich sein Dokument am Terminal abholen. Er legitimiert sich und scannt einen Barcode ein – und prompt öffnet sich das betreffende Fach.

Von Frank Schümann

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