Passanten verhindern Schlimmeres / Brandstiftung nicht ausgeschlossen

Feuer im Hindu-Tempel

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Brand bei der Oytener Hindu-Gemeinde nach dem Tempelfest. Passanten hatten das Feuer geistesgegenwärtig gelöscht. Die Polizei geht nach Untersuchungen vor Ort von Brandstiftung aus.

Oyten - Feuer am Sonntagabend im Hindutempel in Oyten kurz vor der Landesgrenze zu Bremen: Kurz nach 21 Uhr entdeckten zwei Passanten, die mit einem Auto auf dem Oyterdamm unterwegs waren, einen Brand bei der Hindu-Gebetsgemeinde in Oyterdamm. Unter dem Vordach der Scheune brannte eine Sänfte. Bevor sich das Feuer ausbreiten konnte, gelang es den zwei zufällig Vorbeigekommenen, die Sänfte mittels eines vorgefundenen Gartenschlauchs zu löschen. Die Oytener Feuerwehr musste nur noch wenig nachlöschen und kontrollierte den Bau dann mit einer Wärmebildkamera. „Hätte der Autofahrer nicht erste Löschmaßnahmen eingeleitet, wäre das Feuer auf den Holzbau übergesprungen“, sagt uns Oytens Ortsbrandmeister und Einsatzleiter Jens Rebers.

Brandermittler der Polizei halten es für wahrscheinlich, dass es sich um Brandstiftung handelt. Unklar ist die Rolle eines Mannes, der sich gegen 21.30 Uhr nahe am Brandort aufhielt und dann mit einem Fahrrad, an dem ein schwarzer Korb befestigt war, in Richtung Bremen davonfuhr. Ein Zeuge beschrieb den Unbekannten als 185 cm großen und hellhäutigen Mann, der eine Cappy und eine Jeans trug. Hinweise nimmt das Polizeikommissariat Achim unter Tel.: 04202/9960 entgegen.

Bis 20 Uhr hatte am Sonntag auf dem Gelände eine Feier stattgefunden. Die Gemeinde mit vielen Mitgliedern aus Bremen und Bremerhaven hatte in den vergangenen zehn Tagen ihr Tempelfest gefeiert. Der Höhepunkt war am Samstag mit einer Prozession.

Vor elf Jahren hatte sich die Hindu-Gemeinde auf dem Areal in Oyten angesiedelt. Nachdem nach vierjährigen Gerichtsverfahren mit klagenden Nachbarn nun damit begonnen worden war, in Oyterdamm ein leer stehendes ehemaliges Bauernhaus zum größeren Sri-Sivasakthikumaran-Tempel auszubauen, kam es auf dem Grundstück öfters zu Sachbeschädigungen, darunter auch fremdenfeindlichen Schmierereien.

hc/chb

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