Marlene und Ulrich Ringe setzen auf naturnahen Garten

Ein Paradies für Mensch, Molch und Biene

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Auch für Bienen und Co. ist der Garten der Ringes ein gutes Plätzchen. Fotos:

Achim - Von Sandra Bischoff. „Unsere Prämisse lautet: naturbelassen. In unserem Garten kommen keine Fungizide oder Pestizide zum Einsatz. Entweder die Pflanzen schaffen es, oder nicht“, sagen Marlene und Ulrich Ringe. Am Sonntag, 30. Juni, können sich Besucher einen Eindruck von dem naturbelassenen Garten im Bauernviertel verschaffen, denn dann öffnet das Ehepaar im Rahmen der „Offenen Pforte“ sein Grundstück zum wiederholten Male für Besucher.

Vor knapp 20 Jahren haben die Ringes damit angefangen, das Grün um ihr damals neu erworbenes Haus zu gestalten. „Wir haben uns viel angeguckt“, sagt Ulrich Ringe. Vor allem Gartentage, an denen Besitzer ihr Reich für Besucher öffnen, hat das Ehepaar besucht und sich dabei viel abgeschaut.

Auf 1 200 Quadratmetern erstreckt sich das Reich der Ringes. Ganzer Stolz der Hobbygärtner ist der knapp 80 Quadratmeter große Schwimmteich, der auch eine Flachwasserzone umfasst. „Vorher war an dieser Stelle ein vier mal acht Meter großes Schwimmbecken und wir haben uns gefragt: Was machen wir damit?“, berichtet Ulrich Ringe. Eine Möglichkeit zum Baden sollte bleiben, allerdings naturgerechter. „Ein Gärtner hat den Teich angelegt, aber meine Frau und ich haben die Flachwasserzone ringsherum angepflanzt“, erzählt er. Molche und Libellen finden dort nun ihren Platz.

Seit vielen Jahren öffnen Marlene und Ulrich Ringe ihren Garten für Besucher.

Ein paar Schritte weiter in der einer alten Remise nachempfundenen Hütte hat mal eine Schleiereule gewohnt. Jetzt nistet dort eine Drossel, und auf der anderen Seite des Gartens ist immer mal wieder ein Kleiber zu Gast. Dem Paar ist es wichtig, der Tierwelt in seinem Garten genug Nahrung und „Wohnraum“ zur Verfügung zu stellen. So findet sich hinter dem Komposthaufen auf der Rückseite des Hauses eine ruhige Ecke mit ausgedienten Dachziegeln und Gehölz als Unterschlupf für Igel und Co. Weiß- und eine Rotdornhecken fassen einen Teil des Grundstücks ein. „Die sind wichtig für die Vögel zum Nisten“, sagt der Hausherr, der im Nauturschutzbund aktiv ist und sich um die Streuobstwiese in der Achimer Marsch kümmert.

Besonderen Wert legen die Gartenfreunde auf wildbienenfreundliche Pflanzen wie Zierdisteln, Salbei, Fetthenne oder Wolfsmilch. „Wenn man etwas für Wildbienen tun möchte, dann reicht es nicht, ein Insektenhotel aufzustellen. Man muss ihnen Nektar anbieten“, weiß der Hobbygärtner, dessen Naturverbundenheit sich über die Jahre durch den eigenen Garten verstärkt hat.

Nicht das einzige Vogelhaus im Garten.

Dass die Arbeit in einem Garten eigentlich nie endet, stört das Paar nicht. Im Gegenteil. „Es hat sich immer mehr verselbstständigt, und wir verändern auch immer wieder etwas“, sagt Marene Ringe. „Es geht mit der Arbeit, aber wir gehen hier auch nicht mit der Nagelschere durch, um den Rasen akkurat in Form zu bringen.“

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