„Politik als Vorurteil“: Workshop-Ergebnisse

Outdoor-Treffen, Grillen, Party - Jugendlichen fehlen Plätze

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Stina Sonka, Kristin Lindemann und Lukas Warnecke (von links) moderierten die Ergebnis-Vorstellung samt Diskussion dazu im Kasch.

Achim - Mehr Partymöglichkeiten in Achim, Einführung von günstigen Schülerpreisen nicht nur bei öffentlichen Verkehrsmitteln, sondern auch im gastronomischen Bereich – und drittens Kino-Angebote, bevorzugt Freiluft-Kino. Das sind Top-Anliegen Achimer Jugendlicher, erarbeitet in zwei Workshops des Projekts „Politik als Vorurteil“.

Als weitere Wünsche stehen etwa ein Kiosk und Strandcafé unter der Ueser Weserbrücke, ein Grillplatz und moderne Sportgeräte im Rathauspark oder auf ungenutzten Plätzen, Aufwerten des Bacardi-Beachs in Bierden durch neue Angebote, sowie allgemein Räume und Plätze für Treffen mit auf der Liste.

Jugendliche gewinnen, denen Politik nichts bedeutete

An Ideen mangelt es also nicht. Jetzt beim Vorstellen der Ergebnisse im Clubraum des Kasch waren die Vorschläge auf an einer Pinnwand befestigten Zetteln unterschiedlicher Farbe notiert. Die Anordnung verriet etwas über Chancen der Realisierung, aber auch darüber, ob etwas nur mit viel Unterstützung von außen – auch finanzieller Art – machbar wäre oder die Jugendlichen selbst etwas voranbringen können – etwa das gewünschte Ehemaligen-Netzwerk der Schulen.

Die 20-jährige Kristin Lindemann, die ihr Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) als Kasch-Mitarbeiterin fast abgeschlossen hat, initiierte das „Politik-als-Vorurteil“-Projekt. Sie freute sich bei der Präsentation der Workshop-Ergebnisse, dass es gelungen sei, einige zum Engagement für Jugend-Belange zu gewinnen, denen vorher der gesamte politische Bereich nichts bedeutete. Stina Sonka und Lukas Warnecke, beide 17 Jahre und vom Gymnasium am Markt, moderierten die Präsentation und die Diskussion darüber.

Freiluftkino finanziell nicht umsetzbar

Auch mehrere Ratspolitiker, fast das komplette Kasch-Team, Gleichstellungsbeauftragte Dr. Angelika Saupe, und Eltern gehörten neben den Interessierten im Jugendalter zum Publikum.

Silke Thomas vom Kasch teilte mit, dass hier Motto-Partys und Kinonächte fest eingeplant und damit Anregungen aufgegriffen worden seien. Ein neues Freiluftkino sei finanziell kaum machbar, hatten Jugendliche bei der Stadt erfahren.

Till Bräkling aus der für die Jugendarbeit zuständigen Abteilung der Verwaltung berichtete, dass das Thema „Jugendplätze“ aktuell stark im Kommen sei, und es auch in Achim durchaus Flächen dafür gebe.

Schülerpreise in privatwirtschaftlich geführten Lokalen durchzusetzen, sei kaum möglich, meinte der parteilose Ratsherr Wolfgang Mindermann. Er schlug kurzerhand vor: „Macht doch eure eigene Kneipe auf“.

Lärm- und Müllprobleme müssen beachtet werden

Als mögliche Fetenorte wurden auch Sportvereins-Heime sowie das neue Haus der St-Laurentius-Kirchengemeinde genannt. Immer aber sei das Lärm-Problem zu beachten. Till Bräkling wies darauf hin, dass die Reinigung danach gut klappen müsse.

Den Strand auch in Bollen aufzuwerten sei in seinem Sinne, meinte Anwohner Marco Vagt. Es bringe schon viel, wenn große Mülleimer aufgestellt und von allen genutzt würden, stimmten Jugendliche zu.

Das Engagement in den einzelnen Themengruppen samt Ansprechen von Politikern, Firmenchefs, Vereinen und Einrichtungen soll auf jeden Fall weitergehen. Kristin Lindemann dankte schon jetzt allen beteiligten jungen Leuten für die vielen „ehrlichen Rückmeldungen“ und den Einsatz beim Voranbringen von Wünschen und Vorschlägen.

la

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