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Osterferien-Programm der Stadt Achim kommt gut an: 300 Kinder nutzen die Angebote

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Von: Dennis Bartz

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Zum Spieletreff begrüßt Gesa Kaemena die Kinder jeden Montag in der Stadtbibliothek.
Zum Spieletreff begrüßt Gesa Kaemena die Kinder jeden Montag in der Stadtbibliothek. © Bartz

Achim – Mit ihr verbinden Kinder Freizeit, Spaß und Spiel: Diplom-Pädagogin Gesa Kaemena vom Jugendbüro der Stadt Achim sorgt seit acht Jahren dafür, dass in der schulfreien Zeit keine Langeweile aufkommt. „Ich bin im Ferienspaß-Modus“, sagt die 40-Jährige gut gelaunt gegenüber dieser Zeitung.

Seit einer Woche laufen die Angebote, die sie für die Jungen und Mädchen erarbeitet hat. „Bisher ist alles toll gelaufen und das Feedback ist sehr gut. Die Kinder und Eltern nehmen es gut an und sind dankbar“, freut sich Kaemena.

Auch in der kommenden Ferienwoche gebe es noch einiges zu erleben. „Bei ein paar Angeboten haben wir sogar noch freie Plätze“, sagt die Pädagogin und lädt zu einem Blick auf die Internetseite www.ferienspass-achim.de ein, denn dort gebe es einen detaillierten Überblick.

Zwei verschiedene Programme hat die Mitarbeiterin der Stadt Achim zusammengestellt: für Grundschüler und für Kinder der fünften und sechsten Klasse. „Denn wir hatten festgestellt, dass das Interesse an dem Ferienprogramm nach der Grundschule rapide nachlässt, weil die Größeren lieber unter sich sein wollen. Deshalb gibt es für sie seitdem eigene Angebote – das kommt gut an“, betont Kaemena.

Weil in den vergangenen beiden Jahren coronabedingt nur Aktionen in den Sommer- und Herbstferien möglich waren, sei das Interesse an dem Osterferienprogramm nun besonders groß: „Etwa 300 Kinder haben sich bisher angemeldet. Das Angebot hat sich etabliert. Die große Nachfrage liegt aber sicher auch daran, dass sich die Kinder darüber freuen, endlich wieder etwas machen zu können. Außerdem zögern viele Familien noch damit, während der Osterferien in den Urlaub zu fahren.“

Erstmals seit Ausbruch der Pandemie sind während des laufenden Ferienprogramms keine Einschränkungen mehr nötig. Jugendarbeit sei zwar auch während der Coronazeit immer erlaubt gewesen, zum Schutz vor Ansteckungen habe die Stadt aber bislang die Gruppengrößen stark reduziert. „Außerdem haben wir nach Möglichkeit alles draußen angeboten“, erinnert Gesa Kaemena.

Die Ferienspaß-Programme zu planen, sei eine schöne Aufgabe. „Ich versuche, für jeden das perfekte Programm zu stricken“, betont sie. Als sie damals angefangen hatte, habe es in der Stadt Achim nur in den Sommerferien Angebote für Kinder gegeben. „Wir sind dann gleich mit einem neuen Programm im Herbst gestartet, denn neben der Unterhaltung für Kinder ist es auch unser Ziel, die Eltern zu entlasten.“

Wer teilnehmen will, registriert sich auf der Ferienspaß-Seite im Internet und erhält dort Informationen zu allen aktuellen Angeboten. Sobald ein neues Programm veröffentlicht ist, startet die Wunschlistenphase. Dann können sich Kinder überall dort eintragen, worauf sie Lust haben. Kaemena achtet bei der Zuteilung genau darauf, dass jeder zu seinem Recht kommt. „Leider können wir nicht alle Wünsche erfüllen, weil bei einigen Angeboten die Nachfrage zu groß ist“, bedauert sie.

Sind die Plätze vergeben, kommen die Familien ins Rathaus, um die Eintrittskarten zu bezahlen. „Die Kinder haben dann etwas in der Hand und freuen sich sehr darauf“, berichtet Kaemena. Weil es kurz vor den Ferien einige Coronafälle gegeben habe, seien noch einige Kinder von der Warteliste nachgerückt.

Eines der Angebote, die besonders beliebt sind, ist das Kegeln beim TSV Achim. Statt einer Gruppe mit zehn Kindern hatte der Verein deshalb sogar auf zwei erweitert. „Beide sind aber auch schon ausgebucht“, so Kaemena.

Ebenfalls sehr gefragt seien das Seilspringen „Jump for Fun“ des TSV Achim und das Basteln von Osterkörben aus Tonpapier. Viele Kinder seien gerne kreativ, weiß die städtische Mitarbeiterin.

Sie freue sich darüber, dass sich viele Vereine beteiligen. Weil sie von der Stadt Achim gefördert werden, seien sie zwar dazu verpflichtet, in den Sommerferien ein Angebot zu machen. „Die Oster- und Herbstferien sind dagegen freiwillig. Trotzdem machen einige Vereine mit“, bedankt sich Kaemena.

Nach aktuellem Stand gebe es vereinzelt noch freie Plätze für Kurzentschlossene: zum Beispiel fürs Schlagzeugspielen, Voltigieren, das Familien-Oster-Quiz und Klangentspannung – ein Angebot der Musikschule Wedel. „Die Kinder dürfen sich zum Klang eines großen Gongs und Kristallklangschalen entspannen, diese Art von Musik und Instrumenten kennenlernen und am Ende des Kurses auch selber einmal darauf spielen“, heißt es dazu in der Ankündigung.

Wer Tiere mag, für den ist das Angebot „Herzklopfen bei Hunden und Kaninchenspaß“ genau das Richtige. Corinna Stuck lädt für 11. und 13. April auf das Gelände der Pfadfinder an die Breslauer Straße 1 ein und bringt dorthin zwei Hunde und Kaninchen mit. Während einige Kinder mit den Hopplern spielen, lernen die anderen, worauf sie im Umgang mit einem Hund achten müssen.

Dazu gebe es Angebote, die auch nach den Ferien weiterlaufen werden. Besonders am Herzen liegt Gesa Kaemena der kostenlose Spieletreff jeden Montag von 16 bis 18 Uhr in der Stadtbibliothek, der immer unter einem anderen Motto steht. „Wir haben viele neue Spiele angeschafft, die wir dann testen können“, sagt die Diplom-Pädagogin. „In der dunklen Jahreszeit nutzen wir die Räume dort auch gerne zum Verstecken.“

Auch Kinder, die einen Bibliotheksführerschein machen wollen, haben dazu in den Ferien noch Gelegenheit. Termin ist am Dienstag, 19. April, von 14 bis 15 Uhr. Kinder im Alter von acht bis elf Jahren sind eingeladen, eine Schnitzeljagd zu machen. „Sie sind danach VIP-Mitglied und bekommen zum Geburtstag eine kleine Überraschung“, klärt Kaemena auf. Ihr sei die Leseförderung der Kinder besonders wichtig: „Und der Besuch in der Stadtbibliothek animiert sie dazu, zum Buch zu greifen. Wenn sie erst die Mitarbeiterinnen kennen und merken, wie persönlich hier alles ist, kommen sie gerne wieder.“

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