Ein Ausflug in die Welt der Orgel

Orgelschnupperkurs in Achimer Laurentiuskirche

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Kantorin und Organistin Regine Popp, die kleine Lina, Petra Holsten und der ebenfalls erfahrene Organist Karl-Heinz Voßmeier erkunden gemeinsam den Aufbau unterschiedlicher Orgelpfeifen.

Dass Orgelmusik ausgesprochen vielfältig sein kann und auch nicht immer schwermütig klingen muss, erfuhren die fünf Besucher beim Orgel-Schnupperkurs am Samstagvormittag in der St. Laurentius-Kirche.

Achim - Von Ingo Schmidt. Wie entsteht der Ton einer Orgelpfeife, und welche Variationen beherbergt das gewaltige Prospekt? Wo liegen die Vorzüge und Feinheiten einer mechanischen Orgel, und wo ihre Grenzen? Was unterscheidet Labialpfeifen von Zungenpfeifen? Solche und weitere Fragen beantworteten Kantorin Regine Popp und Orgelrevisor Karl-Heinz Voßmeier.

Gemeinsam laden sie regelmäßig Interessierte an die Hillebrand-Orgel ein. „Vor allem möchten wir weitere Organisten gewinnen“, erklärt Regine Popp die besondere Intention, und gemeinsam mit ihrem Co-Referenten weckt sie schnell Begeisterung.

Taucht man etwas tiefer ein in die eindrucksvolle Welt von Ton und Technik einer Kirchenorgel, ist der Zuhörer schnell gefangen von Komplexität und Vielfalt. Das Prospekt, also die gewaltige Front der Achimer Schleifladenorgel, die einer Barock-Disposition des renommierten Orgelbauers Arp Schnitger nachempfunden ist, bietet Platz für 26 Register, verteilt auf Hauptwerk und darunterliegendem Brustwerk sowie Pedal.

Die Besucher lernten, dass Pfeifen manchmal hinter dem Orgelspieler angeordnet sind – als sogenanntes Rückenpositiv zeichnen sie so akustisch wie visuell das Zusammenspiel von „Vorsänger“ und „Alle“ nach.

Die Vielfalt der Klangvarianten und deren Entfaltung im Raum verdeutlichte Regina Popp zu Beginn beim Spiel zweier Stücke: Die schwermütig wirkende Barock-Fuge „Präludium in G-Moll“ von Johann Sebastian Bach stand dabei ganz im Gegensatz zum romantisch geprägten Präludium „Fugue et Variation“ Opus 18 in H-Moll von César Franck, das ungewohnt freundlich, verspielt das Kirchenrund erhellte.

Die Resonanz der Teilnehmer, die gleichfalls in die Tasten hauen durften, fiel ebenso variantenreich aus und reichte von „Ich bleibe lieber beim Akkordeon“, über „Ich spiele selbst schon länger Orgel“ bis zu „Muss ich unbedingt ausprobieren“. Der Einstieg sei leichter als viele erwarten, machte Regine Popp deutlich. Notenkenntnis und Erfahrung im Klavierspiel wären natürlich vorteilhaft, sind aber nicht zwingend erforderlich.

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