15. Offene Bühne im Achimer Kulturhaus: Folk, Country und Charts gefallen

„Empty Rooms“ im vollen Saal

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Alle Künstler der 15. Offenen Bühne stellen sich dem Publikum, das per Applaus-o-meter die beliebteste Band des Abends wählt.

Achim - Als Forum für alle, die etwas musikalisches zu bieten haben, ist die „Offene Bühne“ im Kulturhaus Alter Schützenhof (Kasch) in Achim eine gute Gelegenheit. Die Gesangsanlage mit einem Acht-Kanal-Mischpult, Mikrofone, DJ-Boxen und eine Lichtanlage sind bereits vorhanden. „Raus aus dem Keller, rauf auf die Bühne“ ist das Motto des Offe-Bühne-Teams.

Ute Barth-Hajen eröffnete im voll besetzten Großen Saal die 15. Offene Bühne mit einer Gesangseinlage. Nachdem sie sich so die volle Aufmerksamkeit des Publikums verschafft hatte, erklärte sie die Spielregeln. „Im Hut, der in der Pause rumgeht, soll reichlich gespendet werden“, erinnerte Barth-Hajen.

Das Duo „Systerz“ durfte den Anfang machen. Birgit Osterkamp und Anikke Hiltmer sind mit kleinem Gepäck (Gitarre und Stimme) unterwegs. Sie machen unkomplizierte Musik mit viel Spaß. Pop und Rock bietete das Akustikduo dem Publikum. „So Still“ mit der gehaltvollen Stimme von Anikke und dem gefühlvollen Gitarrenspiel von Birgit zeigte die emotionale Seite des Duos. Tim Bendzkos Hit nachempfunden, retteten sie noch kurz die Welt und brachten mit „Unchain my heart“ auch ihre rockige Seite zum Vorschein. Für die Übergänge hatten sie lockere Sprüche parat.

Die Band „Funkenschlag“ (Olli Tewes, Gitarre und Gesang; Stefan Schröder, Bass und Jörn Weber, Schlagzeug) aus Bremen rockte mit eigenen Kompositionen in deutscher Sprache die Bühne. Dabei präsentierten sie harten Sound mit vollem Körpereinsatz. Einflüsse von den Rolling Stones, Selig oder 3 Doors Down fanden sich auch in der guten und sehenswerten Bühnenshow wieder. Mit „Engel“ ein Lied für die große Liebe, aus der nichts wird, zeigte die Band auch ihre weniger harte Seite.

Der nächste Act namens „Kranich.Band“ (Petra Wolfram, Gesang; Uwe Janson, Bass; Uwe Paulsen, Keyboard; Axel Meyer, Gitarre und John Rodrigo, Schlagzeug) hatte Gitarrist Martin Bosch als Gast dabei. Sie spielten nach der Pause Coversongs von der Songwriterin Mary Chapin Carpenter, Allman Brothers Gitarrist Dickey Betts und den Tulsa-Sound Begründer J.J.Cale. Mit ihrem Country-Folk kam im Kasch 20 Minuten lang Country-Club-Atmosphäre auf. Mit dem Bluesstück „Call me the Breeze“ von Cales Debütalbum beendeten sie ihren Auftritt.

Triple B (Jochen Wessels und Bernd Bielefeld, beide Gitarre und Gesang und Jannina Mikeska, Gesang) waren für diesen Abend der Schlussakt. Ihre Mischung aus Folk, Country und Charts und die Interaktion mit dem Publikum kamen gut an. Das ruhige „Chasing Cars“ von Snow Patrol, eine interessante Version von Gary Moores „Empty Rooms“ oder Ohrenfeindts „Fernweh“ – das war Musik, die allen Spaß machte. Triple B brachten das Publikum zum Mitmachen und Mitsingen.

Zum Schluss holte Ute Barth-Hajen alle Künstler noch einmal auf die Bühne. Bernd Egger und Jan Tucholke forderten das Publikum auf, durch lauten Beifall, die Band zu wählen, die eine Zugabe spielen soll. Am lautesten klatschten die Gäste bei Triple B. Die Band ist somit für das Weihnachtsspecial am 5. Dezember nominiert. Als Zugabe gab es dann von AC/DC „Highway to Hell“ und gemeinsam mit dem Publikum „Time to Wonder“ – ein Klassiker der Gebrüder Wingenfelder.

Die nächste „Offene Bühne“ ist am 29. September. Bewerbungen sind per E-Mail unter offenebuehne@kasch-achim.de möglich.

hem

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