Offenbar nach Krach in Führungsspitze

Hencke wirft Vorsitz beim Busverein hin

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Peter Hencke ist Mitbegründer des Bürgerbus-Vereins Achim und stand nahezu fünf Jahre an der Spitze.

Achim - Von Michael Mix. Peter Hencke ist nicht mehr Vorsitzender des Achimer Bürgerbus-Vereins. Bereits Ende März habe er den Posten niedergelegt, sagte der langjährige „Macher“ gestern auf Nachfrage. Zu den Gründen wollte er sich nicht näher äußern. Aber offenbar gab es Krach im Vorstand.

Hencke stand seit der Gründung des Vereins im November 2010 an der Spitze der „Bürgerbusler“. Nun habe er den Vorsitz „etwas früher als geplant“ abgegeben. Die Frage nach dem „Warum“ ließ der 63-Jährige unbeantwortet, „um die Vereinsarbeit nicht zu gefährden“.

Im Vorstand sei es in jüngster Zeit zu „Missverständnissen“ gekommen, heißt es hinter vorgehaltener Hand. Deshalb habe die oberste Führungskraft den überraschenden Schritt „aus persönlichen Gründen“ vollzogen.

Wer sein Nachfolger wird, sei noch offen und werde auf der Jahreshauptversammlung am 9. Juni geklärt, sagte Peter Hencke gestern. Merkwürdig nur, dass auf der Homepage des Bürgerbus-Vereins sein bisheriger Stellvertreter Herfried Meyer allerdings bereits als neuer 1. Vorsitzender ausgewiesen ist.

Mit ihm gebe es kein Zerwürfnis, beteuerte Hencke. Meyer war gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen; andere Vorstandsmitglieder lehnten es ab, sich zu den Vorgängen zu äußern.

Rentner Hencke, der früher in der Kommunikationsbranche den Ton angegeben hatte, sprach von einem „hohen zeitlichen Aufwand“ bei dem Ehrenamt. Von Fahrplangestaltung über steuerrechtliche Belange bis hin zum Sponsoring sei eine Menge zu regeln. Und insbesondere der Vorsitzende habe eine „große Verantwortung: Denn auf den Fahrten kann ja immer etwas passieren“, meinte Hencke, der weiterhin als Fahrer für den Verein tätig sein wird, vor allem mit Blick auf Unfälle.

Der bisherige „Motor“ zog eine positive Bilanz seiner Arbeit. „Der Laden läuft, ist gut aufgestellt“, betonte er. Im März hätten die beiden Achimer Bürgerbusse auf den vier Linien mit 2500 beförderten Fahrgästen ein Rekordergebnis erzielt. „Mit dem 90-Minuten-Takt werden jetzt auch Berufstätige angesprochen“, freute sich Hencke. Zuletzt habe er mit den benachbarten Vereinen in Ottersberg und Sottrum noch ein „Ersatzbussystem“ aufgebaut, um auf Fahrzeugausfälle reagieren zu können.

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