Ökumenisches Gymnasium Bremen mit über 100 Chorstimmen begeistert Achim

Frohes Indianergeheul nach gesanglicher Spitzenleistung

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Von der Ouvertüre und Auszügen aus einer eher unbekannten Messe bis hin zu populären Weihnachtsweisen reichte die Spannweite des Programms beim Benefiz-Gastspiel des Ökumenischen Gymnasiums Bremen in der bestens besuchten Achimer St. Laurentius-Kirche.

Achim - Von Ilse Walther. Erstmalig sammelten die Schülerinnen und Schüler beim traditionellen Advents-Benefizkonzert des Ökumenischen Gymnasiums Bremen in der Achimer St. Laurentiuskirche für „Pro Refugio“ – eine Organisation, die Flüchtlingen hilft. Diese Aufgabe ist ja in diesem Jahr besonders gewachsen.

Die Kirche war erfreulicherweise bestens besucht. Die hier bestens bekannten Leiterinnen Barbara Dreier, Orchester, und Gabriela Stefes, Chor, hatten ein besonders schönes Programm mit den 100 Sängerinnen und Sängern sowie den 25 Instrumentalisten erarbeitet.

Fast jedes Jahr scheinen diese Konzerte intensiver zu werden – und das bei der schulbedingten Fluktuation unter den Darbietenden.

Stimmungsvoll beginnen sie singend mit dem Einmarsch in die Kirche. Das mittelalterliche „Alta trinita beata“ stimmt sofort auf die Adventszeit ein.

Die Ouverture zu Charpentiers berühmtem „Te Deum“ wurde unter der differenzierenden Leitung von Barbara Dreier farbig, fein abgesetzt und homogen musiziert.

Konzerterlös erstmals

für die Flüchtlingshilfe

Der große Chor brachte fünf sehr unterschiedliche Chorsätze klangschön-homogen zu Gehör: „Voit sur ton chemin“, „Caresse sur l'océan“, „Best time of year“, das köstliche „Die Elche“ und das stimmungsvolle „Dat Johr geiht to Enn“.

Umsichtig begleitet wurde der Gesang am Klavier und von Anna Nölle, Flöte, Constantin Wienke, Violine sowie Christoph Erling, Violoncello.

Der Kammerchor sang drei Chorsätze, zum Teil mit schönem Sopransolo von Marietta Forke und Clara Staffeld. „Leise rieselt der Schnee“ gefiel besonders durch den reizvoll gesetzten Satz, leicht gesungen.

Auch „Pange Lingua“ von Zoltan Kodaly mit seinen dichten, kanonisch aufgebauten Stimmen brachte weihnachtliche Atmosphäre. Ganz besonders gelang die „Hymne á la nuit“ von Jean-Philippe Rameau mit Sopransoli von der Kanzel.

Überaus farbig und abwechslungsreich war das Weihnachtspotpourri des Orchesters, mit vielen bekannten Weisen, wunderschönen Bläsersoli, dichten Streicher- und perlenden Xylophonpassagen.

Es ist immer wieder etwas Besonderes, wie aus dem Instrumentarium ein wohlklingendes Ensemble wird, in das sich auch bestens Tuba und Pauke einfügen. Das galt etwa für die Ouverture zur Oper „Il mundo della luna“ von Joseph Haydn.

Wieder hatten die beiden Lehrerinnen eine unbekannte, klangschöne Messe ausgegraben, die Missa Quinta in B von Wenzel E. Horák. Der große Chor sang warm, mitgehend und klar. Solopassagen sangen die Schülerinnen und Schüler ebenso schön. Das Orchester begleitete gut in der Intonation und fein phrasiert Chor und Solisten. Alle Mitwirkenden und die Zuhörer sangen am Ende zwei Lieder gemeinsam – traditionsgemäß „Tochter Zion“ und „O du fröhliche!“

Pastorin Marina Kortjohann bedankte sich bei den Gästen aus Bremen überaus herzlich und überreichte den Leiterinnen Blumensträuße. Die Schülerinnen und Schüler feierten ihre Lehrerinnen mit indianischem Freudengeheul.

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