Noch Finanzierungsvorbehalt / Heckel und Krebs halten an 50-Meter-Bahn fest und wollen sie finanziell geprüft haben

Erneuerung des Freibads erst ab Ende 2017

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Als vor 53 Jahren das Achimer Freibad eingeweiht wurde, war es der ganze Stolz der Stadt. Heute hat es diverse Alterskrankheiten und ist nach nur notdürftigen Sanierungen in der Vergangenheit ein großer Kostenfaktor, aber auch nach wie vor ein wichtiger Standortfaktor in der sich familienfreundlich nennenden Weserstadt. Kreisblatt-Archivfoto.

Achim - Das Achimer Freibad startet heute in die neue Badesaison, nachdem kleinere Sanierungen wie zum Beispiel am Sprungturm abgeschlossen sind. Die große Renovierung und Neustrukturierung des Freibades steht allerdings noch bevor und ist für die Jahre 2017 bis 2021 vorgesehen. Die Stadtverwaltung hat jetzt für die Sitzung des Ratsausschusses für Sport und Kultur am Dienstag ab 17 Uhr im Ratssaal einen Maßnahmen- und Zeitplan vorgelegt.

Dessen Grundlage bildet der Ratsbeschluss vom 23. Oktober 2014, in dem nach monatelangen Diskussionen auch in einer Arbeitsgruppe mit Schwimmern festgestellt wurde, dass das Achimer Freibad nicht geschlossen werden und auch ein von Ex-Bürgermeister Kellner favorisiertes Kombibecken für Schwimmer und Nichtschwimmer nicht geschaffen werden soll. Die Wasserflächen sollen so nicht um 1130 Quadratmeter verringert, sondern durch die Halbierung des Schwimmerbeckens nur um 445 Quadratmeter reduziert werden.

Neben dem Nichtschwimmerbecken sollen weitere Angebote eines sanierten Freibades es besonders für Familien mit Kindern attraktiv machen und so ein Alleinstellungsmerkmal in der Region bilden.

So sollen in einem ersten Bauabschnitt nach der Freibadesaison 2017 bis zur Freibadesaison 2019 die verkleinerten Beckenbereiche auf Vordermann gebracht werden.

2018 wäre das Freibad damit komplett geschlossen. Badefreudige sollen dann ans ganzjährig geöffnete Hallenbad verwiesen werden.

Im zweiten Bauabschnitt nach der Freibadesaison 2020 bis zur Saison 2021 sollen die neuen Umkleide-, Kassen- und Kioskbereiche errichtet werden.

Fachleute haben der Stadt nun vier verschiedene Varianten unterbreitet. Allen ist gemeinsam, dass sie sich im Bereich von über vier Millionen Euro bewegen und dass die Stadt sie nur umsetzen wird, wenn die Finanzlage der nächsten Jahre das zulässt.

Die Stadtverwaltung favorisiert die dritte Variante. Sie gilt als besonders kinder- und familienfreundlich unter anderem wegen des geplanten Spraygrounds, einer mit Fontänen belebten Wasser-Spielfläche. Sie verzichtet auch auf ein geschlossenes Umkleide-, Kassen- und Kioskgebäude sowie ein Aufsichtsgebäude mit Sonnendeck im Bereich des Filtergebäudes. Aus Sicht der Verwaltung kann angesichts der witterungsabhängigen und maximal vier Monate langen Badesaison auf ein neues geschlossenes Gebäude verzichtet werden. Dies schränkt allerdings dann auch die Möglichkeiten des TSV Achim außerhalb der Badesaison ein.

4,15 Millionen Euro soll dies nach bisherigen Berechnungen kosten, von denen jeweils nur 50 000 Euro in diesem und dem kommenden Jahr im Stadthaushalt verankert sind.

Während die Stadtverwaltung noch einen Finanzierungsvorbehalt hat, haben Wolfgang Heckel (WGA) und Günther Krebs (FDP) grundsätzliche Vorbehalte.

Sie erwarten, dass die Stadt nicht nur die Kosten dieser Maßnahmen schätzt, sondern auch berechnet, wie viel die Renovierung und Erhaltung des 50-Meter-Beckens, die Aufstockung der Filteranlage und die dann zusätzlichen Betriebskosten für Wasser und Heizung betragen würden. Dem müssten auch die Kosten für die Verkleinerung des Beckens auf die Hälfte und eine neue Verbundwand gegenübergestellt werden.

Wolfgang Heckel und Günther Krebs fordern in einem Eilantrag für die Sitzung am Dienstag, diese Al-

Alternativen nicht

näher untersucht

ternativen erst finanziell zu prüfen, bevor man weitere Entscheidungen trifft.

Schon als der Rat im Oktober vorigen Jahres beschlossen hatte, dass die Reise zum verkleinerten Schwimmerbecken gehen soll, hatten der WGA- und der FDP-Mann gefordert, die Alternative eines 50-Meter-Beckens finanziell zu quantifizieren.

Das war jedoch von der Ratsmehrheit, die diese Beibehaltung des 50 Meter langen Beckens nicht will, abgelehnt worden.

Nach der Geschäftsordnung des Rats können Heckel und Krebs ihren Antrag nach einem halben Jahr wieder stellen, und das tun sie nun.

Würde ihm gefolgt, müsste logischerweise auch der Grundsatzbeschluss vom Oktober für die 25- statt 50-Meter-Bahn überprüft werden.

mb

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