Kindergroßtagespflege nun in Uphusen

„Nika’s Kinderhaus“ ist umgezogen

Katja Gericke und Nicole Büber (v.l.) mit ihrer kleinen Kinderbande.
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Katja Gericke und Nicole Büber (v.l.) mit ihrer kleinen Kinderbande. Wie man sieht, zeigten sich nicht alle erfreut über die von der Fotografin erzwungene Rutschpause.

Uphusen – Im Garten des Hauses am Hüttengrund 2 ist an diesem Vormittag was los: Sechs Kinder im Krippenalter laufen über den Rasen und toben sich auf den Rutschen und Schaukeln aus. „Was macht ihr da gerade? Blödsinn?“, fragt Tagesmutter Katja Gericke. Der zweijährige Emil grinst breit und nickt. Zusammen mit Nicole Büber betreibt Gericke seit rund zehn Jahren die Großtagespflege „Nika’s Kinderhaus“.

Nach ihrem Umzug von der Bruchstraße in Bierden vor knapp einer Woche bieten die beiden Tagespflegepersonen Betreuung in den neuen Räumen in Uphusen an – und haben sich räumlich deutlich vergrößert.

Geöffnet hat „Nika’s Kinderhaus“ – der Name setzt sich aus den Vornamen Nicole und Katja zusammen – von Montag bis Donnerstag in der Zeit von 7.15 bis 14 Uhr und freitags von 7.15 bis 13 Uhr. Mit einer Gruppengröße von maximal acht Kindern werden die Kleinen im Alter zwischen 0 und 3 Jahren betreut. Das Angebot umfasst, neben diversen Spielmöglichkeiten drinnen und draußen, Frühstück und Mittagessen sowie Mittagsschlaf.

Im Vergleich zu den alten Räumen haben Büber und Gericke nun für ihre Kleinkindergruppen viel mehr Platz – allein das Haus hat 78 Quadratmeter, fast doppelt so viel wie am alten Standort. Wo vorher nur ein Raum und eine Küche zur Verfügung standen, gibt es jetzt einen Spielbereich, ein Esszimmer und einen separaten Schlafraum. „Alles ist übersichtlicher“, freut sich Nicole Büber. Die Wohnung in Uphusen wurde den beiden von der Mutter eines ehemals von ihnen betreuten Kindes angeboten. Die Vermieterin wohnt nebenan.

Einen Betreuungsplatz zu finden, ist für viele Eltern zentral, gerade weil die meisten Paare heutzutage auf zwei Einkommen angewiesen sind und sich daher keine lange Auszeit vom Beruf leisten können. Manche lassen ihr Kind in einer Großtagespflege betreuen, weil sie keinen Krippenplatz bekommen haben. Die Gemeinden, die zum Teil Schwierigkeiten haben, den gesetzlichen Anspruch der Eltern auf einen Krippenplatz pro Kind zu erfüllen, arbeiten mit Tagespflegepersonen zusammen. Über das Jugendamt erhalten Eltern, die dieses Angebot in Anspruch nehmen möchten, eine Förderung.

Es gibt aber auch andere Gründe, warum sich Eltern an die Kindergroßtagespflege wenden, weiß Katja Gericke, die seit 23 Jahren als Tagespflegeperson arbeitet. „Viele wollen es so, weil es hier familiärer ist als in einer Krippe. Tagesmütter sind außerdem flexibel. Eltern können die Betreuung auch tageweise buchen“, so Gericke. „Einige Eltern brauchen nur zwei bis dreimal pro Woche eine Betreuung oder sie wollen ihre Kinder, wenn sie noch sehr klein sind, schrittweise eingewöhnen“, ergänzt Kollegin Nicole Büber, die seit 16 Jahren als Tagesmutter tätig ist.

Neben Spazierfahrten mit dem Bollerwagen oder Ausflügen zu Spielplätzen in der Umgebung bietet „Nika’s Kinderhaus“ weitere gemeinsame Aktivitäten. Bis vor etwa einem Jahr gab es auch einmal wöchentlich Turnen beim TSV Bierden sowie in unregelmäßigen Abständen Gemeinschaftsaktionen mit den Eltern, wie etwa ein Sommerfest. Unter Corona-Bedingungen könne einiges davon zurzeit nur eingeschränkt stattfinden, merken die beiden Tagesmütter an.

Info und Kontakt

Eltern wenden sich bei Interesse an einem Betreuungsplatz in „Nika’s Kinderhaus“ an Katja Gericke unter Telefon 0171/7265337. Weitere Tagesmütter und -väter vermittelt der Verein für Kindertagespflege im Landkreis Verden. Zwar ist dieser gerade von Achim nach Verden (Lindhooper Straße 63) umgezogen, die Vorsitzende Bianka Reichardt ist aber zunächst weiterhin unter 04202/910311 erreichbar – Sprechzeiten nur nach telefonischer Vereinbarung.

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