Chance auf mehr Leben

Nientkewitz-Haus: Achim will Wettbewerb

Achim - Was wird aus dem leerstehenden großen Wohn- und Geschäftshaus am Glockenspiel? Die Immobilie mitten in der Fußgängerzone, die ein Bremer Geschäftsmann erworben hat, sehen viele als Ankerpunkt, um dem schwach schlagenden Herz des Einkaufsstandorts Achim mehr Leben einzuhauchen.

Ein städtebaulicher Wettbewerb und Bürgerbeteiligung sollen laut Stadtplanerin Dr. Monika Nadrowska dazu beitragen, aus der besten Lage tatsächlich das Beste für die Fortentwicklung des Zentrums des Weserstädtchens herauszuholen.

Attraktivität der Innenstadt erhalten

In der Informationsvorlage für die jüngste Sitzung des Ratsausschusses für Wirtschaft, Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr fasste die Mitarbeiterin der Stadtverwaltung frühere und aktuelle Überlegungen zur künftigen Nutzung dieses Grundstücks nochmal zusammen. Aber es geht in dem Papier auch um benachbarte Areale im Bebauungsplan „Herbergstraße“, wie er offiziell heißt, denn die sollen ebenfalls attraktiver werden.

Die interfraktionelle Arbeitsgruppe zum Thema bezahlbarer Wohnraum regte vor einem Jahr an, die innenstädtischen Entwicklungsflächen als ein Potenzial für Wohnungsbau zu untersuchen und zu diesem Zweck einen städtebaulichen Wettbewerb für das ehemalige Nientkewitz-Grundstück und angrenzende Grundstücke in Abstimmung mit den Eigentümern auszuloben. Am 24. November 2016 wurde durch den Verwaltungsausschuss die Aufstellung der vierten Änderung des Bebauungsplanes Nr. 40 „Herbergstraße“ beschlossen. Die wesentlichen Ziele der Planung sind:

Erhaltung der Attraktivität der Innenstadt, Stärkung des Versorgungskerns der Stadt Achim, rechtliche Absicherung der Ergebnisse des strategischen Flächenmanagements für die Achimer Innenstadt 2014, Optimierung der Entwicklungsmöglichkeiten für die innenstädtische Wohnentwicklung sowie Vermeidung von negativen Strukturveränderungen des Gebietes durch Ausschluss von Vergnügungsstätten im Planungsbereich. Zur Sicherung der Planung wurde mit Satzung vom 15. Dezember 2016 eine zweijährige Veränderungssperre beschlossen.

Planung ist eine komplexe Aufgabe

Mit allen gesprächsbereiten Eigentümern im Plangebiet führten Mitarbeiter der Stadtverwaltung im Frühjahr 2017 Gespräche über Entwicklungsperspektiven der eigenen Immobilien. „Die unterschiedlich bestehenden Absichten werden nach Möglichkeit in die Planung einbezogen“, heißt es dazu.

Für den Wettbewerb ergibt sich nach Angaben von Nadrowska die komplexe Aufgabe, eine städtebauliche Gesamtlösung für das Plangebiet zu erarbeiten, die abschnittsweise umgesetzt werden kann: Neben der „zeitnahen Realisierungsabsicht“ des bremischen Investors für das ehemalige Nientkewitz-Grundstück sei Bestanderhalt oder eine mittel- beziehungsweise längerfristige Entwicklungsperspektive bei weiteren Immobilien und Grundstücken zu berücksichtigen.

Städtebaulicher Wettbewerb soll zeitnah beginnen

Durch die Auslobung eines städtebaulichen Wettbewerbs soll ein Gestaltungs-, Nutzungs- und Parkraumkonzept erarbeitet werden, das die Planungsziele überzeugend umsetzt. Voraussichtlich werden drei geladene Büros in einem zweistufigen dialogischen Verfahren ihre Entwürfe einbringen.

Der Wettbewerb wird mit der finanziellen Unterstützung des Investors durchgeführt. Die Ergebnisse werden der Öffentlichkeit präsentiert und der prämierte Entwurf als Grundlage für die Bauleitplanung zur politischen Beratung vorgelegt. Als nächster Schritt wird laut Nadrowska ein Büro mit dem Wettbewerbsmanagement beauftragt, woraufhin „zeitnah“ die Auslobung und die Durchführung des städtebaulichen Wettbewerbs erfolgen.

Rubriklistenbild: © Mediengruppe Kreiszeitung / Heinrich Laue

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