Auswirkungen der gesperrten L 156 noch im Rahmen

„Nicht so schlimm wie befürchtet“

So leer ist es nicht immer. Spätestens im Feierabendverkehr staut es sich auf der Umleitungsstrecke über Im Finigen / Industriestraße wegen der Sperrung der L 156.
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So leer ist es nicht immer. Spätestens im Feierabendverkehr staut es sich auf der Umleitungsstrecke über Im Finigen / Industriestraße wegen der Sperrung der L 156.

Achim – Nach gut zwei Wochen Sperrung der L 156 wegen des Straßenausbaus im Uesener Feld für die Amazon-Ansiedlung ziehen Verkehrsplaner Stefan Schuster und seine Kollegin Nina Gerlach eine verhalten positive Zwischenbilanz. „Ja, es ist schlimm, nachmittags ist die Stadt dicht, aber es ist nicht so schlimm wie befürchtet“, sagt Schuster. Und auch die Bauarbeiter seien im Erdreich noch auf nichts Unvorhergesehenes gestoßen, was einen Zeitverlust bedeuten würde, so Gerlach. Bis Dezember ist die L 156 zwischen der Max-Naumann-Straße und der Autobahnauffahrt Achim-Ost wegen Bauarbeiten gesperrt.

Obwohl Schuster jeden Tag zahlreiche Hinweise erreichten und viele Bürger zum Teil wütend aus dem Stau heraus bei ihm anriefen, sei die Mehrzahl der Verkehrsteilnehmer einsichtig. „Es ist wichtig, den Leuten zu erklären, warum wir das so machen, wie wir es machen“, sagt der Verkehrsplaner.

Relativ gut funktioniert ihm zufolge das Reißverschlussverfahren an der Autobahnauffahrt Achim-Nord gegenüber der Feuerwehr. Auch die Verlängerung der Abfahrt von der A  27 auf die Embser Landstraße auf 800 Meter habe sich bewährt. „Wir haben lange über eine Ampel auf Höhe des Feuerwehrhauses nachgedacht, uns dann aber aus Sorge vor Rückstaus bis ins Stadtgebiet hinein dagegen entschieden. Die Leistungsfähigkeit ohne Ampel ist einfach höher“, so Schuster.

Nachgesteuert habe die Stadt jedoch bei einigen Straßen wegen des zunehmenden Schleichverkehrs. So ist etwa der Alpenweg nur noch für Anlieger befahrbar. Was auch für Abschnitte in Borstel und Embsen gilt. Allerdings hätten sich bereits Landwirte gemeldet, deren schwere Maschinen nicht durch die Baken passten. „Hier gilt: Die Baken eben auseinanderschieben und dann wieder zurückstellen“, sagt Schuster.

Und auch auf der A 27 wurde noch einmal nachjustiert: Vom Bremer Kreuz bis zur Abfahrt Achim-Nord gilt bis zum Ende der Bauzeit Tempo 120. Außerdem legen Schuster und Gerlach ihr Augenmerk verstärkt auf die Einmündung der Industriestraße auf die K 6 sowie deren Kreuzung mit der K  23. „In der Anfangszeit war es dort sehr kritisch mit Rückstaus, die nah an der Schmerzgrenze waren. Jetzt hoffen wir auf die Sommerferien mit weniger Verkehr. Wenn die vorbei sind, müssen wir eventuell nachbessern.“

Von Sandra Bischoff

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