Frauen-Flohmarkt im Kasch entwickelt sich zu erstklassiger Adresse

Nicht gerade kleinen Kleiderschrank geplündert

Sich ein Gläschen gönnende, zufriedene Organisatorinnen: (von links) Nicole Königsmann, Silke Thomas und Sabine Müller.

achim - Beim ersten Frauen- Flohmarkt im Kulturhaus Alter Schützenhof (Kasch) vor drei Jahren blieb das Foyer noch ungenutzt. Das war am Freitagabend ganz anders und unterstreicht den Aufschwung dieser Veranstaltung in relativ kurzer Zeit. Der große Saal und das Foyer waren diesmal komplett „ausgelastet“.

Im Flohmarkt-Angebot zeigte sich alles, „was Frauen gefällt“. Das kann bekanntlich eine ganze Menge sein. Diverse Ausstellerinnen hatten ihre Waren auf Tischen ausgebreitet und sahen sich schnell einer interessierten Kundschaft gegenüber.

Gelockt hatte das Motto der Veranstaltung, die bereits zum sechsten Mal stattfand: „shoppen, stöbern, schnacken“. Das alles war garantiert. Zudem gab es Möglichkeiten zur Entspannung. Kommode Sitzgelegenheiten im Kasch boten Ruhe und Rast, Getränke Erfrischung.

Initiiert worden war der Frauen-Flohmarkt von Nicole Königsmann und Sabine Müller. Das Trio komplettierte zügig Silke Thomas vom Kasch. Damals, 2015, gab es schon einen großen Flohmarkt für Frauen in Bremen: „Wir wollten etwas Ähnliches für Achim. Nicht so groß wie in Bremen, aber regelmäßig und originell“, erläuterte Nicole Königsmann.

Der Kontakt mit dem Kasch war schnell geknüpft. Die anfängliche Skepsis der Kulturschaffenden wich schon bald einer inneren Überzeugung: „Wir wollen den Frauen mit diesem Flohmarkt in gewisser Weise eine Auszeit von den täglichen Anforderungen ermöglichen“, erklärte Königsmann. Vorrangig seien es Frauen in der „Rushour des Lebens“, also jene, die zwischen 30 und 40 sind und Job, Kinder und Familie miteinander vereinbaren, die dieser spezielle Flohmarkt besonders anspricht. Aber natürlich ebenso Angehörige anderer Altersgruppen.

Und was fanden die alle im Kasch vor? Das Angebot der Frauenbörse umfasst Second-Hand-Bekleidung, Schmuck, Dekorations-Artikel oder Bastelarbeiten.

Sabina Giurco war als Verkäuferin das erste Mal mit dabei. Sie zahlte eine „faire Standmiete“ für zwei aneinander gerückte Tische. Darauf lagen viele Teile aus ihrem Kleiderschrank: „Wie Sie sehen“, sagte Frau Giurco lachend, „ist der nicht klein.“ Mindestens so groß war das Interesse der Flohmarkt-Besucherinnen. Für die Anprobe hatten die Organisatorinnen einen Teil des Saals abgetrennt und als Sichtschutz eingerichtet.

Eine Veranstaltung wie diese ist nicht im Handumdrehen zu organisieren. Dafür braucht es Wochen. Das schmälert beim Orga-Team nicht die Vorfreude auf den siebten Frauen-Flohmarkt. Der wird im Herbst im Kulturhaus Alter Schützenhof über die Bühne gehen. - häg

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