Neues Konzept: Gastronomie im Kulturhaus soll mehr jüngeres Publikum ansprechen

„Roths im Kasch“ schließt bald

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Für das Kasch-Bistro werden neue Betreiber gesucht.

Achim - Das Kulturhaus Alter Schützenhof, das im vorigen Jahr sein 25. Jubiläum feierte, und sein Trägerverein wollen künftig verstärkt jüngeres Publikum gewinnen. Das Veranstaltungsprogramm soll zum Beispiel mit mehr Mitmach-Angeboten gewandelten Ansprüchen genügen. Die frische Kraft Franziska Faust (28) widmet sich dem Projekt „Kasch 2040“, damit auch das 50-jährige Bestehen der Achimer Institution freudig begangen werden kann. Zum Konzept gehört aber ebenso eine Neuausrichtung der hauseigenen Gastronomie, die allerdings Konflikte birgt und wohl deshalb im Geheimen ablaufen soll. Auch nach mehreren Sitzungen zu dem Thema und obwohl seit Monaten die Gerüchteküche in der Stadt brodelt, mag der Vereinsvorstand dazu nichts verlauten lassen.

Fest steht: Das Bistro „Roths im Kasch“ wird Ende Juni schließen. Das bestätigte Andreas Hein-Köcher, Sprecher des Mitarbeiterteams des Hauses, gestern auf Nachfrage. Das Pächterpaar Wilfriede und Markus Roth, das die Gaststätte seit der Eröffnung des Kulturzentrums 1990 betreibt, wird Gäste also nur noch wenige Monate im Alten Schützenhof bewirten.

„Wir haben uns einvernehmlich geeinigt, den Vertrag auslaufen zu lassen“, sagt Hein-Köcher. Die Roths wollten sich trotz mehrfacher Anfrage dieser Zeitung nicht dazu äußern.

Hinter vorgehaltener Hand ist zu hören, dass die Trennung nicht ganz ohne „Theater“ vonstatten geht. So sollen die Pächter zu hohe Nebenkosten beklagen, aber trotzdem an einer Vertragsverlängerung interessiert gewesen sein.

„Wir haben 25 Jahre Verlässlichkeit gehabt“, lobt Hein-Köcher das Wirtepaar. Von 1990 an hätten die Roths unzählige Besucher von Veranstaltungen, Gruppen und Feiern sowie die Gäste des Mittagstischs kulinarisch versorgt. Aber das Projekt „Kasch 2040“ verlange eben auch Neuerungen. Und dieser Weg werde künftig ohne Wilfriede (60) und Markus Roth (56) beschritten, erläutert Andreas Hein-Köcher, der selbst 61 Jahre alt ist und wie seine Kolleginnen Silke Thomas (58) und Susanne Groll (56) in absehbarer Zeit in den Ruhestand treten wird.

Der Oldie im Team spricht hinsichtlich des Gastronomiekonzepts von einem „Diskussionsprozess“ im Vorstand. Klar sei, dass das vor wenigen Jahren modernisierte Lokal ebenso wie das Veranstaltungsprogramm mehr jüngere Leute anlocken soll. Etwa mit einer Speisekarte, auf der Tapas statt Grünkohl stehen und zudem zahlreiche vegetarische und vegane Gerichte zu finden sind.

Darüber hinaus soll die Kasch-Gastronomie nach außen sichtbarer werden und könnte für diesen Zweck weiter nach vorne in das Foyer hinein rücken. „Wir wollen ein Stück weit weg von der Vereinsgastronomie“, unterstreicht Hein-Köcher. Die Suche nach einem neuen Betreiber(-Paar) laufe.

mm

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