Stadt greift Vorschlag auf

Bei neuen Baugebieten auch an die Hunde denken

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Vorbildlich wie’s oft sein soll. Vielen Hundehaltern gefällt das allerdings nicht.

Achim - Die Stadt Achim will bei der Ausweisung künftiger Baugebiete auch die Ausweisung von Hundefreilaufflächen in Betracht ziehen. Sie folgt damit einem Vorschlag im Onlineforum „Achim Dialog“. Dort hatten sieben Achimer für den Vorschlag, einer dagegen gestimmt und zwei sich enthalten. Auch andere dort online übermittelten Vorschläge mit solch geringer Resonanz werden regelmäßig in den städtischen Gremien beraten.

Die User weisen darauf hin, dass die während der Brut- und Setzzeit geltende Anleinpflicht für Hunde von vielen Haltern missachtet werde. Oft liefen Hunde ohne Leine oder gar ohne Halter herum oder mit langer Leine, die aber gar nicht mehr an der Hand des Menschen geführt werde. Konflikte mit Spaziergängern und Passanten wegen frei laufender und kotender Hunde seien zwangsläufig. Andererseits könnten Hunde nur artgerecht gehalten werden, wenn sie frei laufen und soziale Kontakte unter ihresgleichen finden könnten. So sozialisierte Hunde seien auch gegenüber Menschen friedlicher, wird behauptet.

Damit die Hundehalter ihre Hunde zu den wenigen Freilaufflächen in Achim nicht quer durch die Stadt mit dem Auto fahren müssten, sollten solche Freilaufflächen in Uphusen, Bierden, Achim, Uesen und Baden angeboten werden, auf denen das neue Tierleben nicht gefährdet werde, meinen die Leute, die online darüber diskutieren.

Fünf Flächen

Die Achimer Stadtverwaltung sieht in ihrer Stellungnahme allerdings das Angebot an Hundeauslaufwiesen in der Stadt als ausreichend an. Es existierten in Achim fünf solche Flächen, vier davon von Hundevereinen beziehungsweise Hundeschulen. Auf der städtischen Hundeauslaufwiese am Oertel könnten Hunde täglich ab 16 Uhr außerhalb der Brut- und Setzzeit sowie der Aufzuchtzeit frei laufen. Weitere Flächen, auf denen dies möglich sei, existierten in der Weserstadt. Dennoch will die Stadtverwaltung angesichts des weiter zu erwartenden Bevölkerungszuwachses in Achim und neuer Baugebiete sich zukünftig solchen Wünschen nicht verschließen und bei der Planung von Baugebieten auch an die Hunde denken.

Am 30. Januar darf in der öffentlichen Sitzung des Achimer Ratsausschusses für Stadtplanung, Umwelt und Verkehr ab 17 Uhr im Rathaus darüber herzhaft diskutiert werden.  

mb

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